Vortrag zu den Separatbestattungen des 15. Jahrhunderts in der Nabburger Spitalkirche auf dem 4. Österreichischen Archäometriekongress
Tuesday, 8. May 2012 8:34
Am Freitag, den 11. Mai 2012 hält Mathias Hensch auf dem diesjährigen Österreichischen Archäometriekogress in Salzburg gemeinsam mit Jan Cemper-Kiesslich vom Interfakultären Fachbereich Gerichtsmedizin und Forensische Neuropsychiatrie der Universität Salzburg einen Vortrag mit dem Titel “Die spätmittelalterlichen Separatgrablegen in der Spitalkirche St. Maria zu Nabburg (Oberpfalz) aus Sicht der Archäologie - Stifter, bürgerliche Wohltäter oder Geistliche?”
Seit 2004 steht Nabburg in der Oberpfalz im Fokus archäologischer Rettungsgrabungen. Im Zentrum der auf einem Bergrücken am Westufer der Naab gelegenen Altstadt liegt das um 1423 gegründete Spital der spätmittelalterlichen Bürgerschaft mit der zugehörigen Spitalkirche St. Maria. Die bevorstehende Sanierung der Kirche und des umliegenden Gebäudekomplexes führte ab 2008 zu einer flächigen archäologischen Untersuchung des Areals, die noch nicht abgeschlossen ist. Im Inneren der 1425 fertig gestellten Spitalkirche wurden neben umfangreichen früh- und hochmittelalterlichen Siedlungsspuren auch Befunde zur Geschichte des Spitals erfasst. Hierzu gehören drei spätmittelalterliche Bestattungen, die an prominenter Stelle im Zentrum des Chors und in der Mittelachse der Kirche angelegt wurden. Sowohl deren Positionierung, als auch die erhaltenen Reste von Kleidung und Sargausstattung weisen die Toten als zu Lebzeiten einflussreiche Herrschaften im Nabburg des 15. Jahrhunderts aus. Der Tagungsbeitrag stellt den archäologischen Befund vor und versucht anhand einer kurzen Synthese von archäologischer und historischer Überlieferung, Thesen zur Identifikation der Toten zu formulieren, um somit zu den Ergebnissen der molekulargenetischen Untersuchungen durch Jan Cemper-Kiesslich überzuleiten.
Informationen zur Tagung finden Sie, wenn Sie hier klicken.

Thema: Grabungsprojekte, Hintergründe | Kommentare (0)





