St. Laurentius in Kürmreuth - eine Kirche mit interessanter und langer Baugeschichte

Im Zuge von Fundamentsanierungen betreuen wir im Zusammenarbeit mit dem Büro Kästner Architekten (Frankfurt/Poppenricht) die Arbeiten an der Filialkirche St. Laurentius in Kürmreuth im Landkreis Amberg-Sulzbach archäologisch.
Kürmreuth wird bereits 1121 als Churbinruit erstmalig genannt und gehört zum Stiftungsgut des Klosters Michelfeld. Hier saßen Ministeriale der Sulzbacher Grafen und des Bamberger Bischofs.
Die Kirche mit dem in der Oberpfalz nicht gerade häufigen Laurentius-Patrozinium liegt im ehemaligen Kernburgbereich und dürfte eine Burgkirche zum Ursprung haben. Der heutige Kirchturm könnte auf einen Bergfried oder Wohnturm im Zentrum der Burg zurückgehen.
Die Befundaufnahmen am Fundamentmauerwerk lassen eine sehr interessante Baugeschichte erahnen, die in die früheste Zeit des Orts zurückreichen könnte. Der Mauerwerkshabitus der ältesten Bauteile lässt eine früh- oder gar vorromanische Zeitstellung der ersten Kirche nicht ausschließen.
Der älteste Teil der Kirche ist die Nordwand, die durch C14-Untersuchungen aus Holzkohlen im Setzmörtel am Physikalischen Institut der Universität Erlangen-Nürnberg genauer datiert werden soll.
Über die weiteren Ergebnisse zu diesem spannenden Objekt werden wir für Sie auf www.schauhuette.de weiter berichten.
