Zwei weitere Befestigungsgräben östlich der früh- und hochmittelalterlichen Burgsiedlung von Sulzbach
Bei unseren baubegleitenden Untersuchungen auf dem Gelände des Literaturarchivs von Sulzbach-Rosenberg konnten wir in der Kanaltrasse zwei hangbegleitende Gräben feststellen, die zum frühen Befestigungssystem der früh- und hochmittelalterlichen Burgsiedlung gehört haben dürften. Die Gräben laufen im untersuchten Bereich parallel zum Hang im Osten der ältesten Siedlung und könnten dann möglicherweise die heutige Rosenberger Straße queren, um in den Bereich der heutigen Straße Hafnersgraben (!) und östlich der Synagogenstraße umzubiegen. Das bislang geborgene Fundmaterial datiert die endgültige Aufgabe beider Gräben in des spätere 14. Jahrhundert.

Nach den umfangreichen Grabungen im Bereich der Neustadt im Jahr 2008 und der bei der Untersuchung in der Synagoge freigelegten Befestigungsmauer scheint sich somit die Vermutung zu erhärten, dass auch der südliche Teil der Burgsiedlung wohl schon ab der Karolingerzeit stark befestigt wurde. Auch diese Befestigungsabschnitte dürften bei der Stadterweiterung des sogenannten Bühlviertels in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufgegeben worden sein. Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen dieser baubegleitenden Maßnahme bei Schauhütte-Archäologie auf dem aktuellen Stand…
