Didaktische Vermittlung der Projektergebnisse und 3D-Visualisierung des Herrensitzes auf dem Frohnberg
Das Frohnberg-Projekt erbrachte den archäologischen Nachweis einer seit dem 9./10. Jahrhundert genutzten frühmittelalterliche Burg und eines hochmittelalterlichem Herrensitzes, über den bislang nichts bekannt war.
Durch die enge Einbindung der Öffentlichkeit während der Grabungen gelang es, archäologische Inhalte vor Ort einer breiten Bevölkerungsschicht näher zu bringen und zusätzlich die Sensibilität gegenüber der eigenen Geschichte zu erhöhen. Die eindrucksvollen Befunde zogen bei den Führungen Hunderte von Besuchern an. Nach Abschluss der Ausgrabungen wurde das didaktische Konzept zur weiteren Vermittlung der Grabungsergebnisse zielgerichtet umgesetzt. So wurde der Grundriss der aufgedeckten Gebäudestrukturen im Gelände an originaler Stelle kenntlich gemacht. Dies ermöglicht dem Besucher, einen Eindruck von den im Boden befindlichen Resten mittelalterlicher Architektur zu erhalten.
Begleitend wurden vier Schautafeln zur Geschichte des Frohnberges unter verschiedenen Aspekten konzipiert: Allgemeines (Geologie und historischer Überblick), Frühmittelalterliche Ringwallanlage (Bodendenkmal), Herrensitz des 12. Jahrhunderts (Archäologische Ausgrabung) und Wallfahrt der Neuzeit (Wallfahrtskirche St. Maria Himmelfahrt). Diese Schautafeln zeigen dem historisch interessierten Besucher des Frohnbergs anschaulich die Entwicklung und Bedeutung des Berges durch die Jahrhunderten Bild und Wort. Übersetzungen ins Englische und Tschechische erlauben zudem ausländischen Touristen, an den gewonnenen Erkenntnissen teil zu haben. Ferner werden sämtlich gewonnenen Erkenntnisse in einer durch das Projekt finanzierten Publikation der Öffentlichkeit und der Wissenschaft zugänglich gemacht.Mit einem visualisierten 3D-Schaubild des Sulzbacher Ministerialensitzes der Herren von Hahnbach wird den Besuchern des Frohnbergs ein eindruckvolles und lebensechtes Bild der Anlage vorgeführt.
