Fakten, so hart wie Eisen… zur Frühzeit der Hammertechnologie in der nördlichen Oberpfalz…

Interessante Neuigkeiten zur Geschichte der Eisenhammertechnologie in der nördlichen Oberpfalz… Erstmals liegen nämlich mit den Ergebnissen der 14C-Proben aus unseren Untersuchungen unter der St. Laurentiuskirche in Hütten “harte” Fakten zum Beginn der Eisenhammertechnologie vor. Die Radiokarbondaten aus der ältesten Schmiedeschlackenschicht unter der Kirche im Bereich des Hammerguts datieren die Aufnahme der Hammerproduktion an diesem Standort an der Heidenaab mit großer Wahrscheinlichkeit in den Zeitraum von 1280 bis 1320. Die Proben stammen aus einer Schicht, die aus Abfällen der Eisenhammerproduktion entstanden ist, die wiederum unmittelbar auf einer durch Hochwasser der Heidenaab entstandenen natürlichen Schwemmschicht auflag. Die Proben repräsentieren momentan also den ältesten bei der Fundamentuntersuchung des Kirchleins erfassten Kulturauftrag. In den Daten spiegelt sich die technologische Revolution im Montanwesen der Oberpfalz ab der Mitte des 13. Jahrhunderts wider, die dem Raum vor allem durch die Etablierung der Eisenhammertechnologie eine europaweite Spitzenstellung bei der vorindustriellen Eisen- und Stahlerzeugung bescherte… wir finden, das ist eine Meldung wert!
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Datum: Wednesday, 20. July 2016 22:01
Themengebiet: Grabungsprojekte, Hintergründe Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar

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    […] Eine kurze Meldung zur Geschichte der Hammertechnologie in der nördlichen Oberpfalz findet sich im Blog der Schauhütte. […]

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