Beitrags-Archiv für die Kategory 'Grabungsprojekte'

Was zeigt man von einer Burg, wenn man etwas zeigen soll, aber nichts über sie weiß?

Tuesday, 28. July 2015 0:01

Was zeigt man von einer Burg, wenn man etwas zeigen soll, aber nichts über sie weiß? Gemeinsam mit unserem Freund und Partner Szabolcs Domonkos (Framefusion, Regensburg) wurden wir gebeten, für eine kleine Präsentation über die Orts- und Regionalgeschichte von Feldkirchen-Westerham in Oberbayern ein plakatives Lebensbild der verschwundenen Neuburg der Falkensteiner Grafen bei Westerham zu visualisieren… Aber was für eine Burg baut man denn nur am Computer, wenn von dieser obertätig nichts erhalten ist? Ist es für ernsthafte Archäologen und Historiker zulässig, überhaupt etwas zu zeigen?
Immerhin, durch Begehungen und Beobachtungen von Heimatforscher Sigehard Wagener konnten Standort und Größe einzelner Gebäude und Befestigungselemente auf dem ehemaligen Burgareal wahrscheinlich gemacht werden. Und schriftliche Quellen überliefern zudem eine repräsentativ ausgestattete Doppelkapelle des 12. Jahrhunderts auf der Burganlage…

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So haben wir uns also entschlossen, ein Idealbild dieser verschwundenen Burg, gewissermaßen “in Rohform” anzubieten. Denn die geschichtsinteressierten Feldkirchener haben tatsäschlich ein Recht darauf, eine kleine Vorstellungshilfe zu ihrer Hausburg “vor Augen geführt” zu bekommen.
Gezeigt werden also in relativ einfacher und schematischer Form die auf einer Adelsburg des 12. Jahrhunderts anzunehmenden wesentlichen baulichen Elemente: Steinerne Ringmauer mit Zinnen und ein an die Topographie angepasstes, seitlich liegendes Kammertor als Zugang, ein repräsentativer Saal- bzw. Saalgeschossbau, ein Bergfried, respektive Wohnturm und eben die überlieferte Doppelkapelle.

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Die Baukörper wurden in das modellierte tatsächliche topographische Relief auf dem Burgberg eingefügt und anhand festgestellter Fundamentausbruchgräben im Bild an ihrem “wahrscheinlichen” Standort positioniert. Wenngleich wir hier also ein rein fiktives Bild der Neuburg zeichnen, war es doch Ziel des Rekonstruktionsvorschlags, einen visuellen Eindruck anzubieten, der dem interessierten Betrachter die Elemente des frühstauferzeitlichen Burgenbaus zeigt, die unserem derzeitigen Wissenstand über den Burgenbau des mittleren 12. Jahrhunderts entsprechen. Wir meinen, das ist sowohl statthaft, als auch gut gelungen.

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Thema: Grabungsprojekte, Projekte 3D Archäologie - Rekonstruktionen | Kommentare (0)

In eigener Sache: Kritische Anmerkungen zur Geschäftsstrategie von Grabungsfirmen in Bayern (und anderswo)

Wednesday, 22. July 2015 11:02

„Spiegel Online“ widmet uns Archäologen in seiner Rubrik Wissenschaft eine eigene Seite (http://www.spiegel.de/thema/archaeologie/). Dort ist einleitend unter der Überschrift „Geschichte der Menschheit“ zu lesen:

„Wie sind die Kulturen der Welt zu dem geworden, was sie heute sind? Archäologen suchen an historischen Schauplätzen und auf Friedhöfen, in alten Gemäuern und staubigen Archiven nach Antworten. SPIEGEL ONLINE begleitet die Forscher auf ihrer spannenden Reise in die Vergangenheit. (…)“

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“Günstig durch ganz Deutschland” - Die privatwirtschaftliche Archäologie ( SPIEGEL-ONLINE)
Diese fast als Werbeslogan zu lesende Beschreibung von Archäologie offenbart ein durchaus verbreitetes, aber schiefes Bild unserer Zunft. Wie kaum ein anderes Berufsfeld ist die Wahrnehmung der Archäologie und der Beruf des Archäologen in der Öffentlichkeit von einer bemerkenswerten Diskrepanz geprägt: Einerseits der Archäologe vom Schlage eines Howard Carter oder im Stile eines Indiana Jones, verklärt auf der Suche nach versunkenen Welten und mystischen Überlieferungen. Wie oft habe ich auf meinen Grabungen schon von interessierten Besuchern gehört: „Ich wollte auch immer Archäologe werden“ oder „Haben Sie schon einen Schatz gefunden?“. Die andere, die „dunkle Seite“ der Archäologe aber ist die, die Bauvorhaben verzögert oder gar verhindert, Investitionen im Wege steht und dem fortschritt- und investitionswilligen Bauherrn das Leben schwer und vor allem teuer macht. Zuweilen empfinde ich diese Diskrepanz als unerträglich. Dies ist  besonders dann der Fall, wenn sichtbar wird, dass man die Archäologie doch „toll“ und „spannend“ findet, wenn es aber darum geht, dass unsere spezialisierte und vom Staat vorgeschriebene Arbeit anständig bezahlt werden muss, wir als professionelle Archäologen eben von unserer Arbeit leben müssen, erntet man Unverständnis, bisweilen auch harsche Kritik.

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“…was es den Steuerzahler kostet, dass sich hier ein paar Archäologen austoben dürfen” - Kommentare unter einem Artikel über Grabungen in der Würzurger Altstadt vom 22. Juli 2015 in der Würzburger “Main-Post”

Nun ist Denkmalrecht ist Ländersache. In Bayern wird die praktische archäologische Arbeit, also das Ausgraben und Dokumentieren, die Versorgung der Funde, also das Waschen, Trocknen und das professionelle Verpacken sowie weitere Dienstleistungen rund um die praktische archäologische Arbeit von Grabungsfirmen übernommen, die nach den “Vorgaben des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege zur Grabungsdokumentation” arbeiten – zur finanziellen Last der Bauherrn, respektive der Auftraggeber und Investoren. Ein Blick in diese Richtlinien lohnt auch für den interessierten Laien allemal.

In der Bodendenkmalpflege wird in Bayern, wie in anderen Bundesländern auch, das sogenannte Verursacherprinzip (auch Veranlasserprinzip) angewandt. Es bezeichnet die Kostentragungspflicht für bodendenkmalpflegerische Maßnahmen und legt die Kosten für eine vorangehende oder begleitende archäologische Maßnahme demjenigen auf, der, bedingt durch die Baumaßnahme, im Eigeninteresse archäologische Quellen zerstört. Mit der Unterzeichnung des Europäischen Übereinkommens zum Schutz des archäologischen Erbes verpflichtete sich auch Deutschland, das Verursacherprinzip zur besseren Finanzierung der Bodendenkmalpflege anzuwenden. Anders als etwa in Nordrhein-Westfalen nennt das Bayerische Denkmalschutzgesetz das Verursacherprinzip nicht im Gesetzestext.
Die Grabungsfirmen und selbstständigen Archäologen arbeiten also im Spannungsfeld zwischen dem gesetzlich geregelten Auftrag zum Denkmalschutz und zur Denkmapflege und dem ökonomisch orientierten Interesse des Bauherrn/Investors.

Und hier liegt eines von gleich mehreren Grundproblemen:
Es liegt im Interesse des Bauherrn, dass die archäologische Maßnahme

1.    so billig wie möglich
und
2.    so schnell wie möglich

durchgeführt wird. Er hat kein, zumindest kein primäres Interesse an einer besonderen Qualität der Dokumentation und dem wissenschaftlich-hitorischem Inhalt der Ausgrabung. Durch Richtlinien zur Grabungsdokumentation versucht die Denkmalschutzbehörde zumindest die notwendige Qualitätssicherung herbeizuführen. Doch steht hierbei mitunter die formale, nicht unbedingt inhaltliche Qualität im Vordergrund der Kontrollmechanismen.

Ökonomische Gesichtspunkte stehen bei der Untersuchung wie im Baugewerbe üblich also im Fokus der Auftragsvergabe. Die besondere Crux hierbei ist aber: Wir verkaufen Auftraggebern eine Dienstleistung, die sie eigentlich gar nicht haben wollen, und deren Notwendigkeit sie oftmals nicht einmal ansatzweise nachvollziehen können. Sie werden gewissermaßen rechtlich dazu gezwungen, fühlen sich kompromittiert und finanziell drangsaliert. Es fehlt oftmals an der nötigen historischen Sensibilität, die Bauherren nur selten aufbringen möchten oder können. Und in Abwägung finanzieller Belastungen dürften sogar diejenigen unter den Bauherren missstimmig werden, die historische Einblicke in den Boden als durchaus interessant betrachten - es darf aber eben nur nichts (oder nicht viel) kosten…

Demnach dürfte es kaum andere Dienstleistungsbereiche geben, in denen ein derartiges Paradoxum so sichtbar wird, wie bei Grabungsfirmen und bei der von ihnen angebotenen praktischen archäologischen Tätigkeit.
Neben der Problematik eines verlorengehenden kritischen Umgangs mit historischen (i.e. archäologischen)  Quellen, führt dieses Dilemma auch zu einem anderen problematischen Themenkompex der marktwirtschaftlich geprägten Archäologie: Zur sozialen Veranwortung der Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer.

Fast alle Firmeninhaber von Ausgrabungsfirmen in Bayern sind ausgebildete Archäologen – nur ganz wenige von ihnen haben Betriebswirtschaftslehre studiert oder auch nur eine betriebswirtschaftliche Lehre absolviert. Man geht wohl nicht fehl, die in die Selbständigkeit „gezwungenen“ Archäologen als betriebswirtschaftliche Autodidakten zu bezeichnen, die sich ggf. nach eigenem Interesse betriebswirtschaftlich gebildet und fortgebildet haben. Der immense Konkurrenzdruck unter den mittlerweile über 30 in Bayern arbeitenden Grabungsfirmen verbunden mit der eingangs beschriebenen Problematik „ungewollter Dienstleistung“ hat zu einem drastischen Preisverlust im Bereich der privatwirtschaftlichen Archäologie geführt, den insbesondere die Angestellten und freien Mitarbeiter der Grabungsfirmen zu spüren bekommen, weniger die Firmeninhaber selbst. Dies gilt für Grabungshelfer ebenso wie für die zahlreichen beschäftigen studierten Archäologen. Gewerkschaftliche Anbindung der Wirtschaftssparte „Archäologie“ gibt es nicht, demnach gibt es auch weder gewerkschaftlichen Schutz, noch verbindliche tarifgebundene Löhne. Auch eine einheitliche Tarifordnung, die durchaus machbar und im Sinne der Grabungsfirmen wäre, ist nicht existent, weil jeder das Damoklesschwert fehlender Aufträge im Nacken spürt und daher möglichst billige Preise anbietet. Die praktische archäologische Arbeit ist dabei oftmals geprägt von schlechten Arbeitsbedigungen, schwerer physischer Belastung. Bis zu 11 Stunden auf der Ausgrabung in sengender Sommerhitze, bei Regen, Schnee und Frost, ständiger Zeitdruck, schwere körperliche Belastungen, stundenlang auf Knien rutschend oder hockend in unnatürlichen Körperhaltungen sind nur einige Belastungen, denen man auf Ausgrabungen täglich ausgesetzt ist. Ein Job, den in der Regel ohnehin nur jüngere Menschen auf Dauer leisten können. Dementsprechend viele studentische Mitarbeiter werden beschäftigt - jung, motiviert, idealisiert und eben günstig. Denn Grabungsfirmen müssen billig und schnell sein, damit sie Aufträge bekommen…. Das bedeutet in der Pracis aber auch Stundenlöhne im Bereich des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns, für extrem harte körperliche Arbeit. Studierte Archäologen mit Magisterabschluss werden für Stundenlöhne von Putzkräften beschäftigt. Zum Teil erhalten gut ausgebildete osteuropäische Kollegen, Studenten und Grabungsarbeiter lediglich den Mindestlohn für 8,50 €. Montagsgehälter von knapp über der Armutsgrenze sind keine Seltenheit. Wissenschaftliche Grabungsleiter werden bei einigen Grabungsfirmen mit weniger abgerechnet als ein Fliesenleger.

Wenn wir als archäologische Arbeitgeber es nicht schaffen, dieser ebenso unsozialen, wie auf Dauer unwirtschaftlichen Entwicklung entgegenzuwirken und zu verstehen, dass faire Löhne und Preise und Wertschätzung gegenüber unserer eigenen Arbeit und unseren Mitarbeitern der wesentliche Bestandteil unseres Selbstverständnisses und ökonomischen Überlebens sind, wird die privatwirtschaftliche Archäologie keine Zukunft haben. Der privatwirtschaftlich organisierten praktischen Archäologie muss die Wertschätzung entgegengebracht werden, die ihrer gesellschaftlichen Aufgabe entspricht, nämlich zu helfen, unwiederbringlich verlorengehendes, kulturelles, historisches Erbe zu sichern, zu dokumentiern und weiterzugeben. Fangen wir also bei uns damit an, etwas zu verändern und hinterfragen wir unsere soziale Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern ebenso, wie die eigene Wertschätzung unserer Arbeit gegenüber.

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Eine vorklosterzeitliche Befestigungsmauer am Westhang der Klosterburg Kastl?

Tuesday, 14. July 2015 22:05

Bei unseren archäologischen Maßnahmen im Zuge der Sanierung der Mauern am Westhang der Klosterburg in Kastl (Lkr. Amberg-Sulzbach) gelang es überraschend, einen Mauerabschnitt zu untersuchen, der möglicherweise zu einer steinernen Befestigung gehört, die deutlich vor die Zeit der Gründung des Benediktinerklosters um 1098 gehört.

Die ursprünglich unmittelbar am steilen Felsabfall etwa in Süd-Nord-Richtung errichtete Mauer hatte an der untersuchten Stelle eine Stärke von etwa mehr als 1,10 m. Zwar erscheint dies für eine Befestigung auf den ersten Blick sehr gering, doch zeigen vergleichbare Befestigungsen auf früh- und hochmittelalterlichen Burgen, dass Befestigungsabschnitte an topographisch gut geschützten und weniger stark gefährdeten Abschnitten durchaus solche geringe Mauerstärken aufweisen können. Eine solche topographische Situtation ist in Kastl am extrem steilen Hangbereich am Westende des Terrassensporns gegeben.
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Auffallend ist die Bauweise der Kastler Mauer mit sehr großen Dolomitlesesteinbrocken, die zum Teil mit Lesesteinen gegeneinander verkeilt wurden und einem relativ großteiligem Mauerfüllungsmaterial, ebenfalls aus Lesesteinen. Diese Bauweise und die Zusmammensetzung des Mörtels, der extrem kalkhaltig und hart war, unterscheidet sich deutlich von den weiter südlich festgestellten Befestigungsabschnitten des 12. Jahrhunderts. Gute Parallelen in der Bautechnik dieser putativ ältesten Mauer in Kastl finden sich in den karolingischen und frühottonischen Befesitgungsmauern der benachbarten Herrschaftszentren in Oberammerthal und Sulzbach. Aufgrund der herrschaftsgeschichtlichen Situation steht zu vermuten, dass die Bauherren der Befestigungen des 8./9. und 10. Jahrhunderts in Sulzbach und Ammerthal mit denen einer putativ frühmittelalterlichen Burg in Kastl (castellum (sic!) ) identisch waren.

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Zwar konnte im Zuge der Baumaßnahmen nur der oberste Bereich des Mauerabschnitts freigelegt und untersucht werden, doch ließen sich auch hier im Setzmörtel Holzkohlen bergen, die mittlerweile, ebenso wie Holzkohlen aus den hochmittelalterlichen Mauerabschnitten, an Beta-Analytic nach Miami/USA zu 14C-Datierung versandt wurden. Wir sind gespannt, was diese 14C-Untersuchungen für Ergebnisse liefern werden. Natürlich halten wir Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

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Eisenverarbeitung des 13. Jahrhunderts im Ortskern von Lintach

Monday, 13. July 2015 19:18

Der Neubau des Kriegerdenkmals und die damit verbundene Neugestaltung des Vorplatzes am Pfarrhaus in Lintach, Gemeinde Freudenberg, Landkreis Amberg-Sulzbach, wurde von uns archäologisch begleitet. Obwohl die kleine Hoffläche nahezu vollständig modern gestört war, konnten im nördlichen Randbereich des Areals eindeutige Befunde hochmittelalterlicher Eisenverarbeitung dokumentiert werden.

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Neben mehreren Gruben mit Holzkohleresten, Schlacken und Eisenerzbrocken lagen im Norden des Hofes auch Reste eine Lehmkuppelofens, der ursprünglich offenbar für metallurgische Tätigkeiten genutzt wurde. Seine genaue Funktion ist bislang noch unklar. Immerhin ist sicher, dass es sich nicht um einen Verhüttungsofen, sondern um einen Ofen zur Weiterverarbeitung von Eisen oder eisenhaltigen Metallen gehandelt haben dürfte. Der länglich-ovale Ofen besaß ursprünglich ein mit Lehm verstrichenen Aufbau, der wahrscheinlich kuppelförmig angelegt war. Die Ofenkuppel war aus einem Gerüst aus zahlreichen, unten angespitzten Holzstaken errichtet worden, die im Außenbereich des Ofens durch zahlreichen Stakenlöcher nachweisbar waren. In einigen dieser Stakenstandspuren hatten sich Holzreste erhalten. Durch die Hitze der ersten Ofenreise verziegelte der Lehm der Ofenkuppel zu einer harten, ziegelartigen Masse, die Holzstaken zur Stabilisierung der Ofenkonstruktion hatten ihre stützende Funktion verloren und waren somit obsolet.

Was genau die Handwerker in diesem Ofen herstellten oder welche Arbeitsschritte hier vollzogen wurden, lässt sich derzeit noch nicht genau sagen. Die Keramikfunde deuten an, dass die Werkstatt um die Mitte des 13. Jahrhunderts arbeitete. Aus den Holzresten der Gerüststaken und Holzkohlen aus den Befunden sollen 14C-Daten weitere Anhaltspunkte zur Datierung der Werkstatt nördlich der Lintacher Kirche liefern. Im Dorfkern von Lintach arbeiteten also im 13. Jahrhundert Metallhandwerker, die offenbar auch das hier anstehende Brauneisenerz für ihre Zwecke nutzten.

Die Maßnahme belegt einmal mehr, dass auch kleine Restflächen innerhalb von Ortskernen spannende und interessante Spuren mittelalterlicher Nutzungsstrukturen und handwerklicher Tätigkeiten liefern können. Dorfarchäologie ist sicher eines der wichtigsten Desiderate mittelalterlicher Siedlungsforschung in der Oberpfalz.
Für die reibungslose und kollegiale Zusammenarbeit danken wir dem Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz (Weiden), sowie der Baufirma Staufer (Rieden an der Vils).

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Ein guter Beitrag von Oberpfalz-TV zu unseren Grabungen in der Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung auf dem Fahrenberg

Sunday, 5. July 2015 11:23

Sehen Sie einen gut recherchierten Beitrag von Oberpfalz-TV zu unseren archäologischen Untersuchungen in der Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung auf dem Fahrenberg bei Waldthurn. Zum ansehen klicken Sie bitte hier.

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Das Radiokarbonlabor der Universität Erlangen-Nürnberg muss schließen

Saturday, 27. June 2015 10:51

Das AMS-14C-Labor an der Universität Erlangen-Nürnberg muss seine Arbeit einstellen… eine sehr schlechte Nachricht für die archäologische Forschungsarbeit auch in Ostbayern, denn wir haben mit den Erlanger Physikern seit 1999 bei zahlreichen Projekten eng und gut zusammengearbeitet. (Bildungs-)Sparen am falschen Ende - wieder einmal.

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Die Ausgrabungen in der Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung in Oberfahrenberg gehen in die Endphase

Friday, 26. June 2015 17:52

Unsere archäologischen Untersuchungen im Inneren der Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung in Oberfahrenberg (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) gehen in die Endphase.

Weit über 100 Befunde können eine facettenreiche Geschichte des Platzes als sakrales Zentrum erzählen. Wichtigstes Ergebnis ist der Nachweis einer rund 30 m langen und 14 m breiten Kirche des 14. Jahrhunderts, die sich mit ihrem kompletten Grundriss und zahlreichen Details zur ehemaligen Ausstattung dokumentieren ließ. Das außerordentlich qualitätvolle Bauwerk ist zugleich der einzige mittelalterliche Kirchenbau, der sich an der Stelle der heutigen Wallfahrtskirche aus der Zeit um 1779 fassen lässt. Eine steinerne Kirche des 12. oder 13. Jahrhunderts, wie dies die legendenhafte Überlieferung nahe legt, kann an dieser Stelle ausgeschlossen werden. Möglich ist jedoch ein hölzerner Kirchenbau in Pfostenbauweise, der sich vielleicht mit vereinzelten Pfostengruben in Verbindung bringen ließe, die wohl älter als die gotische Kirche sein dürften.

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Bei der nachgewiesenen Kirche könnte es sich um die Klosterkirche der 1352 nachweisbaren Zisterzienserinnen oder aber der älteren Probsteikirche des Klosters Waldsassen handeln. Auffallend ist ihre enorme Größe. Der Bau des 14. Jahrhunderts war eine einschiffge Saalkirche mit einem “klassischen” 5/8-Chor im Osten. Der Chor war, wie Strebepfeiler an dessen Ecken und Gewölberippenfragmente im Abbruchschutt belegen, gewölbt, während das Schiff mit großer Sicherheit flach gedeckt war und eine Dachdeckung aus Holzschindeln besaß. Im Westen gab es wahrscheinlich eine Empore, die nicht über die gesamte Breite des Schiffs verlief, sondern nach Süden verschoben war. Besondere Aufmerksamkeit verdienen sechs ungleichmäßg große Pfeilerstellungen im Osten des Schiffs, unmittelbar vor dem Chor. Diese Pfeiler, von denen die westlichen auffallend mächtig waren, könnten zu einem Nonnenchor oder einer Ostempore gehören, auf der die Zisterzienserinnen der Ordensregel nach abgeschieden von der Öffentlichkeit an der Messe teilnehmen konnten, ohne von unten gesehen zu werden. Möglicherweise war dieser Osteinbau vor dem Chor im unteren Bereich baldachinartig ausgeführt. Estrichreste an dieser Stelle könnten auf den Standort eines Altars hindeuten. Allerdings bedarf es zur Deutung der sechs Pfeilerstellungen weiterer Nachforschungen und Vergleiche mit anderen Zisterzienserinnenkirchen.

Im Chor hatten sich das Altarfundament, die Mörtelbettungen des Ziegelfußbodens und Putzreste an den Innenseiten erhalten. Im Abbruchschutt der Zeit kurz vor 1757 fanden sich zahlreiche Gewölberippen- und Maßwerkfragmente, zum Teil mit Bemalungsresten, bemalter Putz und farbige Fensterglasfragmente, die eine gute Vorstellung von der einst prächtigen Ausstattung des Sanktuariums geben. Der Chor war gegenüber dem Schiff leicht erhöht und war über eine niedrige Stufenanlage zu erreichen.

In der Mittelachse des Schiffs lag im westlichen Teil eine Gruppe von mindestens fünf Gräbern, die zum Teil offenbar mehrfach belegt wurden. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die Adelsgrablege lokaler Herrschaftsträger der Herren von Waldthurn, Waldau oder Wirsberg. Die Familien sollen der Überlieferung nach in Oberfahrenberg bestattet haben.

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Der gotische Kirchenbau wurde um 1757 durch einen Barockbau ersetzt, der bereits 1775 durch Blitzschlag abbrannte. Der heutige Neubau war im wesentlichen 1779 fertig gestellt. Der erste barocke Kirchenbau nutze wie der heutige Bau die gotische Nordwand als Fundament weiter und war nach Westen genauso lang wie sein mittelalterlicher Vorgänger. Nach Süden wurde die Kirche um etwa 5 m verbreitert. Auf der älteren barocken Südwand sitzt die Südwand des heutigen Barockbaus II auf. Der Chor der Kirche von 1757 wurde gegenüber der mittelalterlichen Kirche deutlich nach Osten verschoben und gestelzt sowie nach Süden verbreitert. Die heutige barocke Kirche von 1779 wurde gegenüber ihrem kurzlebigen Vorgänger lediglich nach Westen um rund 6 m verlängert.

Neben den Befunden zur sakralen Nutzung lassen sich an einigen Stellen Siedlungs- und Pfostengruben nachweisen, die älter als die Kirche des 14. Jahrhunderts sein müssen. Auch Keramikscherben des 12./13. Jahrhunderts belegen immerhin eine hochmittelalterliche Vornutzung des Platzes. Ob diese tatsächlich mit einer Kirche und/oder einer Burg einher ging, ist bislang nicht zu klären. Der Platz selbst bietet allerdings gute topographische Voraussetzungen zur Anlage einer Burg während des 12. Jahrhunderts. Sicherlich bewahrt das Umfeld der heutigen Wallfahrtskirche weitere Aufschlüsse zur frühen Geschichte des bedeutenden Wallfahrtsorts an der nordöstlichen Peripherie der heutigen Oberpfalz.

Am 2. Juli 2015 bieten wir um 17 Uhr eine öffentliche Führung zu den Ergebnissen der Untersuchungen in der Kirche St. Mariä Heimsuchung an. Interessierte Besucher sind gern willkommen.

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Ein neuer Videoblog zur bauarchäologischen Untersuchung an der Befestigung der Klosterburg Kastl

Tuesday, 16. June 2015 22:35

Nach nunmehr drei Jahren kommt hier ein neuer Videoblog von Schauhütte-Archäologie. Wir berichten über unsere Untersuchungen an der südlichen Befestigung der Klosterburg in Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach. Vielen Dank an Harald Meier, Utzenhofen. - Zum ansehen klicken Sie bitte hier

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Von der Burg zum Kloster zur Wallfahrtskirche - Archäologische Untersuchungen in der Kirche St. Mariä Heimsuchung auf dem Fahrenberg

Monday, 15. June 2015 20:06

Heute haben wir im Zuge der Sanierung der Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung auf dem Fahrenberg (Gmde. Waldthurn, Lkr. Neustadt a.d. Waldnaab) mit baubegleitenden archäologischen Untersuchungen begonnen.

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Bereits im 12. Jahrhundert soll es auf dem Fahrenberg eine Burganlage gegeben haben, die um 1200 an den Templerorden kam. Der Überlieferung nach soll ein Angehöriger der Templer im Jahr 1204 vom vierten Kreuzzug eine Marienstatue mitgebracht haben, die er in einer Kapelle auf dem Fahrenberg aufstellen ließ. Das Jahr 1204 gilt daher als Beginn der Wallfahrt, die somit zu den ältesten Wallfahrten Bayerns zählen würde. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts ging die Burganlage in Besitz der Herren von Waldthurn über. Nach deren Aussterben 1308 errichtete dann das Kloster Waldsassen eine Probstei vor Ort, durch die die Marienverehrung eine erste nachhaltige Blüte erfuhr. Nach dem Verkauf durch das Kloster Waldsassen an die Herren von Waldau 1352 wurde das monastische Leben auf dem Fahrenberg von den neuen Herren durch die Ansiedlung böhmischer Zisterzienserinnen wiederbelebt. Wohl im Hussitenkrieg zerstört, kam es auf dem Fahrenberg nach 1425 zur Gründung eines Priorats durch die Zisterzienser aus Waldsassen, doch fand das Klosterleben in den Bauernaufständen des frühen 16. Jahrhunderts sein endgültiges Ende. Während des 30-jährigen Krieges kam die Wallfahrt fast zum erliegen, doch blüte sie dann bereits um die Mitte des 17. Jahrhunderts erneut auf und gilt bis heute als eine der wichtigsten Wallfahrten der Oberpfalz.

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Die begonnenen Untersuchungen werden erstmals konkrete Aufschlüsse über die Bauentwicklung der Vorgängerbauten der um 1779 entstandenen heutigen Kriche erbringen. Schon nach dem Entfernen der modernen Fußböden sind zahlreiche Mauer- und archäologische Befundstrukturen im Kircheninneren erkennbar. Der Fokus der Untersuchungen liegt zunächst im Chorraum und wird anschließend auf das gesamte Kirchenschiff ausgedehnt werden. Erste Ergebnisse können wir Ihnen hier auf Schauhütte in Kürze vorstellen.

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“For the first time…” - Das Kloster Kastl - allererste archäologische Einblicke in einen der wichtigsten Zentralorte der Oberpfalz

Wednesday, 10. June 2015 0:39

Manche Orte (nicht nur) in Deutschland fallen in eine Art historischen “Dornröschenschlaf”… einst für die Entwicklung ganzer Großregionen enorm bedeutend, finden sie heute kaum überregionale Beachtung, obwohl sie dies aufgrund ihrer geschichtlichen Relevanz verdient hätten. Zu diesen Orten gehört zweifelsohne Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach.

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Kastl gehörte ursprünglich zu den ganz wichtigen frühmittelalterlichen Burgen des Herrschaftsraumes nördlich von Regensburg. Die Burg lag östlich des schon 806 in einer wichtigen Urkunde Karls des Großen genannten Königshofs Lauterhofen. Der Ortsname überliefert uns eine Burg unmittelbar. Sowohl das Toponym als auch die Topographie weisen ebenso wie der siedlungsgeschichtliche Kontext auf karolingische Wurzeln des Ortes. Auf der frühmittelalterlichen Burg wurde wahrscheinlich noch vor dem Jahr 1100 das erste Benediktinerkloster des mittelalterlichen Nordgaus gegründet. Die Gründung erfolgte nach den Vorgaben der Hirsauer Reformbewegung. Wie der benachbarte herrschaftliche Zentralort Sulzbach liegt Kastl an bedeutenden Fernwegen von Ostfranken nach Bayern und Böhmen.

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Die frühmittelalterliche Burg selbst lag auf einem lang gestreckten Terrassensporn, der sich nach Westen gegen das Lauterachtal vorschiebt. Sie wurde fortifikatorisch günstig am Eingang des Flusstals genau an der Stelle angelegt, an der der Fluss nach Süden umbiegt und sich das Tal nach Westen in Richtung des frühkarolingischen Königshofs Lauterhofen erweitert. Bislang fehlten moderne archäologische Ausgrabungen an diesem enorm wichtigen Ort mittelalterlicher Geschichte. Die zahlreichen Baumaßnahmen seit der Mitte des 20. Jahrunderts haben dabei ohne Frage einmalige archäologische Strukturen und Befunde zur Herrschaftsgeschichte der Oberpfalz unwiederbringlich zerstört. Noch im Jahr 2007 fanden großflächige Bodenöffnungen im zentralen Klosterareal von Kastl durch das zuständige Staatliche Bauamt ohne die eigentlich zwingend erforderliche und enorm wichtige ständige archäologische Begleitung statt, so dass die genaue Siedlungs- und Befestigungsentwicklung bis heute verdunkelt bleibt.

Die dichte geographische Lage der drei bekannten Burgzentren Sulzbach, Ammerthal und Kastl, sowie die karolingischen Königshöfe in Lauterhofen und Velden (und vielleicht in Amberg) zueinander verdeutlicht aber die Bedeutung der Region für die Herrschaftsträger des 8. bis 12. Jahrhunderts mehr als eindrucksvoll. Hinzu kommt wahrscheinlich die bereits Mitte des 9. Jahrhunderts genannte Burg in Allersburg, wenig südlich von Kastl. Die Ursachen hierfür sind nicht allein in der militärischen, sondern vor allem in der ökonomischen und administrativen Funktion dieser Orte und ihres Umlandes zu suchen. Wissen wir über die Entwicklung der vorgestellten politisch-administrativen Zentralorte durch die Ergebnisse der Archäologie zumindest ansatzweise Bescheid, so gibt es im gleichen Siedlungsraum auch eine Reihe von vermeintlich frühmittelalterlichen Burganlagen, über deren Funktion und Genese nichts bekannt ist. Diese „historisch unbekannten Burgen“, die sich besonders im Raum westlich der Vils finden, zeigen, wie vielschichtig und komplex Herrschaftsstrukturierung innerhalb der Siedlungskammern und Verkehrsräumen auf der Frankenalb vor sich gegangen sein muss . Sie zeugen von enormen Anstrengungen ihrer Erbauer und einer differenzierten Logistik innerhalb der Siedlungskammern.

Im Zuge von Sanierungsarbeiten an der südlichen Befestigung der Klosterburg in Kastl konnten wir nun erstmals, wenn auch bescheidene Einblicke in die Archäologie dieses Zentralorts gewinnen. Hierbei steht jedoch bislang lediglich ein kleiner Abschnitt der Befestigungsmauer im Südwesten des riesigen Areals im Fokus der Untersuchungen. Immerhin zeigt die Befunddokumentation überaus deutlich, welch großes historische Potential der Platz trotz der putativen Zerstörungen durch die Baumaßnahmen der letzten Jahrzehnte noch birgt. Die ältesten Abschnitte der Befestigungsmauer gehen an der untersuchten Stelle bis in die Zeit der Klostergründung durch die Grafen von Sulzbach, die zähringisch-diepoldingische Markgräfin Luitgard und die Edelfreien Herren von Kastl um 1100 zurück.

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Mindestens vier weitere Reparaturphasen zeigen, wie prekär die Errichtung der Befestigung an dieser steil abfallenden Geländekante war. Das früh- und hochmittelalterliche Niveau lag an der Innenseite der Mauer offenbar über 5 m tiefer als heute. Im östlichen Abschnitt konnte wahrscheinlich die Westwand der im 14. Jahrhundert erstmals fassbaren Ägidiuskapelle erfasst werden. Wir werden an dieser einen ausführlichen Videoblog veröffentlichen und Sie weiter über den Ablauf und die Ergebnisse der Grabung informieren.

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Es ist sehr zu hoffen und dringend notwendig, dass alle zukünftigen Bodeneingriffe, seien sie auch noch so gering, konsequent archäologisch begleitet werden. Beim Besitz des größten Teils des Klosterareals durch den Freistaat Bayern müsste dies eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein…

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