Beitrags-Archiv für die Kategory 'Grabungsprojekte'

Der Baugeschichte von St. Stephan in Stulln auf der Spur

Sunday, 1. March 2015 11:36

Die erste Projektphase zur Erforschung des Alters und der Baugeschichte der kleinen Stephanskirche in Stulln, Lkr. Schwandorf, hat begonnen. In der letzten Woche haben wir gemeinsam mit Kolleginnen von der Firma Arcteam (Regensburg) mit der Innenseite des Westgiebels die momentan einzig unverputzte, also für eine Untersuchung zugängliche Wandfläche der Kirche näher unter die Lupe genommen. Dabei ging es zuänchst um eine genaue fotogrammetrische Aufnahme und Analyse des Mauerwerks und die Erstellung eines Bauphasen bzw. Reparaturphasenplans und Mörtelkatasters, um unterschiedliche Bauabläufe am Giebel erkennen zu können.

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Neben der Entnahme von Mörtelproben zur weiteren Analyse im Labor war ein vorraniges Ziel auch , organische Bestandteile zu finden, die zur Erbauungszeit des Giebels in den frischen Mörtel hineingeraten waren. Hierbei hatten wir zunächst besonders an häufig in mittelalterlichen Mörteln zu findene Holzkohlepartikel gedacht. Trotz intensiver Suche konnten aber leider keine Holzkohlepartikel im Setzmörtel der mittelalterlichen Phasen des Westgiebels entdeckt werden. Dieser Befund spricht ebenso wie der makroskopische Eindruck der Mörtelzusammensetzungen für eine sehr sorgfältige Aufbereitung des Kalkmörtels zu dessen Erbauungszeit.

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Zu unserer Freude entdeckten wir aber einige Holz- und Strohreste, die beim Mischen des Mörtels bzw. bei der Aufmauerung der Giebelwandfläche im Mörtel eingeschlossen wurden. Nach der Dokumentation der Lage dieser organischen Bestandteile wurden insgesamt sechs Proben für eine 14C-Datierung geborgen. Dabei ist es sicher, dass nicht alle Proben zur vermeintlich ältesten Bauphase des Giebels gehören, sondern auch eine Umbauphase genauer datieren können, die wahrscheinlich mit dem Bau des Turms im 15. Jahrhundert einherging. Die Proben werden nun zur Radiokarbondatierung verschickt und wir sind gespannt auf die Ergebnisse. In einer hoffentlich zweiten Projektphase werden wir dann weiteren konkreten Fragen an die Baugeschichte des Kirchleins nachgehen können.

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Für die großzügige Unterstützung und gute Zusammenarbeit danken wir an dieser Stelle der Gemeinde Stulln, Bürgermeister Hans Prechtl und Ortsheimatpleger Hans Klar, sowie Dr. Silvia Codreanu-Windauer und Dr. Christoph Steinmann vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in Regensburg. Wir werden auf der Schauhütte weiter über das kleine Projekt berichten.

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Wie alt ist St. Stephan in Stulln wirklich? - Erste baugeschichtliche Untersuchungen zu einem bemerkenswerten Kirchlein

Thursday, 19. February 2015 15:40

In Kürze werden wir an der Kirche St. Stephan in Stulln erste architekturgeschichtliche Untersuchungen beginnen, um dem Alter und der Baugeschichte dieses bemerkenswerten Kirchleins auf die Schliche zu kommen. Die kleine Siedlung wird im Jahr 1174 als Stulen in einer Urkunde des Bamberger Bischofs erstmals urkundlich fassbar. Dem Ortsnamen liegt althochdeutsch stuol “Stuhl, Sitz, Richterstuhl” zugrunde. Damit bietet Stulln möglicherweise eine spannende Parallele zum kleinen Ort Penk an der Naab vor, dessen Toponym Bank wahrscheinlich als “Gerichtsbank”, “Richterbank” zu deuten ist. Zu den Ergebnissen unserer Grabungen in Penk finden Sie einige Informationen, in dem Sie hier klicken.

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Wie bei der Kirche St. Leonhard in Penk, dessen Ursprünge bis in das 8./9. Jahrhundert zurückreichen und deren heute noch stehender Saal spätestens im 10. Jahrhundert erbaut wurde, handelt es sich bei St. Stephan in Stulln heute um eine Chorturmkirche, deren mächtiger Turm im 15. Jahrhundert an einen sehr viel älteren Kirchensaal angebaut wurde. Dessen Alter und der ursprüngliche Chroabschluss sind bislang unbekannt. Das Erscheinungsbild, die Proportionen und bautechnische Details des kleinen Saals deuten aber darauf hin, dass der Bau ein ähnlich hohes Alter besitzen könnte, wie die Penker Kirche. Die in der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege unter der Denkmalnummer  D-3-76-169-2 getroffene Einordnung der Kirche als “spätromanisch” ist mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht zutreffend.

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Die anstehenden Untersuchungen, die mit großzügiger finanzieller und ideeller Unterstützung der Gemeinde Stulln, stellvertretend Bürgermeister Hans Prechtl, durchgeführt werden, werden eine genaue Vermessung der Kirche, sowie eine Befundung innen sichtbarer Bauteile der ältesten erhaltenen Bauphase zum Ziel haben. Die dabei ersten Ergebnisse sollen ggf. zu einer weiteren, zielorientierten Untersuchung des stehenden Gebäudes überleiten. Wir sind sehr gespannt und werden Sie in der Schauhütte über den Fortgang dieses interessanten Projekts informieren.

Bild 1 © Mathias Hensch

Bild 2  © Bayerische Vermessungsverwaltung

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Der Stephansturm in Ensdorf – erbaut zur Zeit Kaiser Heinrichs IV.

Friday, 13. February 2015 19:59

Schon von Weitem grüßt der gut 20 m hohe Stephansturm in Ensdorf den Besucher des Klosterdorfs mit seinem pittoresken Treppengiebel und beeindruckender Glockenstube. Der Turm ist der letzte Rest der 1805 abgebrochenen Ensdorfer Pfarrkirche St. Stephan, deren Geschichte deutlich vor die Zeit der Gründung des Benediktinerklosters St. Jakobus in Ensdorf im Jahr 1121 zurückreicht.

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Liest man im “Dehio” noch, dass der Turm aus dem 16. Jahrhundert stammen soll, so erbrachten archäologische Untersuchungen durch Schauhütte-Archäologie vor nunmehr 10 Jahren zahlreiche wichtige Erkenntnisse zur Datierung des Turms und zur Frage nach der Anbindung des Turms an einen Kirchenbau.
Als ältester nachweisbarer Baukörper entstand nordöstlich des Turms ein in leicht nach Nordosten orientiertes Gebäude, bei dem es sich mit ziemlicher Sicherheit um eine Kirche gehandelt hat. Von diesem konnte ein kurzes Teilstück des trocken gesetzten Fundaments der Südwand aus großen Kalksteinblöcken sowie die Ausbruchgrube der Südwestecke nachgewiesen werden. Größe und Grundriss dieser Kirche(?) bleiben infolge der kleinen Grabungsfläche unklar. Sicher ist zumindest, dass das Bauwerk im nördlichen Bereich des heutigen Friedhofs stand und weit über die heute bestehenden Grundstücksgrenzen hinausreichte. Die Kirche war offenbar im Vergleich zu den Nachfolgebauten deutlich mehr nach Nordosten orientiert. Der Einzelfund eines menschlichen Langknochenfragments unterhalb des ältesten Fundamentrestes könnte einen Hinweis auf einen Friedhof und somit auf einen noch älteren Sakralbau an dieser Stelle geben, von dem sich ansonsten jedoch keine Reste feststellen ließen. Aus der ältesten nachweisbaren Kulturschicht zu deren Entstehungszeit die frühe Mauer bereits bestanden haben muss bzw. die bauzeitlich zu dieser sein könnte, wurden zwei Holzkohleproben radiokarbondatiert, um genauere Informationen zur Erbauungszeit des ältesten Gebäudes zu erhalten. Probe 1 ergab ein C14-Alter von 996 ± 53 Radiokarbonjahren, was nach der Kalibrierung einer wahrscheinlichsten Datierung von 987 – 1049 n. Chr. entspricht. Probe 2 ergab ein C14-Alter von 1063 ± 52 Radiokarbonjahren, mit einer wahrscheinlichsten Datierung cal. 947 – 1020 n. Chr. Der gewichtete Mittelwert aus diesen Daten liegt bei 1037 ± 37 Radiokarbonjahren, was einer wahrscheinlichsten Datierung von cal. 950 – 1020 n. Chr. entspricht. Aus einer jüngeren Überdeckungsschicht der Fundamentoberkante konnten einige Keramikfragmente geborgen werden, die im weitesten Sinne „frühmittelalterlich“ sind. Der zugehörige Kirchenbau dürfte demnach während des 11. Jahrhunderts gestanden haben. Seine Errichtung darf man damit wohl vorsichtig in das späte 10. Jahrhundert verlegen.

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Zeitgleich mit den archäologischen Untersuchungen wurde die Bauforschung am Objekt durch Stefan Ebeling (Regensburg) durchgeführt, die als Grundlage für ein Sanierungskonzept des BLfD dienen sollen. Neben einem steingerechten Aufmaß gehörte hierzu auch die dendrochronologische Untersuchung der originalen Geschossbalkenlagen im Turminneren, die von Georg Brütting (Bamberg/Ebermannstadt) vorgenommen wurde. Bei der Balkenlage zwischen Erd- und 1. Obergeschoss hatte sich die Waldkante mit 12 Splintholzjahrringen erhalten. Der letzte Jahrring datiert 1074; der Baum wurde folglich im Herbst/Winter 1074/75 gefällt. Baubeginn war demnach das Jahr 1075. Der Glockenturm wurde von den Baumeistern dem ältesten Kirchenbau an dessen Südwestecke frei stehend vorgesetzt, war also ein „echter“ Campanile. Ferner konnte der Nachweis erbracht werden, dass der Turm in einem Zuge erbaut wurde und auch die imposante Glockenstube mit Ausnahme des Treppengiebels zur Bauphase von 1075 gehört. Sicher ist außerdem, dass das Bauwerk im späten 11. Jahrhundert verputzt und weiß getüncht, das Mauerwerk also ursprünglich nicht auf Sicht gearbeitet war. Bei den Grabungen im Innenraum konnte der ursprüngliche Estrichfußboden im Untergeschoss gut 1,80 m unter dem heutigen Niveau erfasst werden.

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Einmalige baugeschichtliche Details haben sich in einigen Fensteröffnungen erhalten: Die für die Abmauerung der Bögen benötigten Schalhölzer wurden durch gespaltene, halbrund gebogene und unten angespitzte, bis heute hervorragend konservierte Hasel- oder Weidenruten gehalten, die ihrerseits in horizontal eingemauerte Holzbretter am Ansatz des Bogens gesteckt waren und somit auf Spannung gehalten wurden.

Im frühen 12. Jahrhundert errichtete man nordwestlich des Turms ein massives, Steingebäude in Kleinquadermauertechnik, dass der Nordwestecke des Stephansturms vorgelagert war und nach Westen im Bereich des heutigen Stephansplatzes sowie nach Norden auf dem Nachbargrundstück stand. Die Ostmauer dieses Bauwerks hat sich unterhalb der heutigen westlichen Friedhofsmauer in mindestens 16 Lagen im aufgehenden Mauerwerk erhalten. Dass diese Mauer zu einem Kirchenbau gehört hat ist unwahrscheinlich, da mit dem Mauerstück wahrscheinlich die Ostmauer erfasst ist und das Gebäude sich somit offenbar nach Westen erstreckte. Die außerordentliche gute Bauqualität dieser Mauer lässt jedenfalls auf einflussreiche Bauherren schließen.

Östlich dieser Mauer und nördlich des Turms wurden weitere Mauerreste freigelegt, die ebenfalls in das 12. Jahrhundert zu datieren sind und möglicherweise zu einem Kirchenbau gehört haben. Die Westwand wurde direkt östlich der Ostmauer des Steingebäudes, die Südwand unmittelbar nördlich der Turmnordwand aufgeführt. Bemerkenswert ist, dass dabei weder die Außenwand des älteren Steingebäudes, noch die Außenwand des Turms in den Kirchenbau integriert wurden, obwohl diese Lösung aus heutiger Sicht durchaus sinnvoll erscheinen würde. Die Fundamentierung von Bau II macht für ein romanisches Bauwerk einen verhältnismäßig „schlampigen“ Eindruck. Anhand der Schichtenabfolge war zu erkennen, dass dieser Kirchenbau während des 14. Jahrhunderts nicht mehr gestanden haben dürfte, da eine Grabgrube, in dessen Verfüllung sich Keramik des späten 13./14. Jahrhunderts fand, das Fundament der Nordwand von Bau II durchschlug. Durch tiefgreifende Störungen infolge der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Friedhofsnutzung waren die Reste dieses Kirchenbaus ebenfalls nur sehr fragmentarisch erhalten, so dass genauere Aussagen auch zu diesem Bauwerk kaum zu treffen sind. Vielleicht steht die Errichtung von Kirche II in Zusammenhang mit der Gründung eines Frauenkonvents in Ensdorf um die Mitte des 12. Jahrhunderts, wobei Zeit- und Geldmangel für eine vermeintlich schlechte bauliche Ausführung verantwortlich gewesen sein könnten.

Wahrscheinlich während des 14. Jahrhunderts ersetzte man Kirchenbau II durch einen Neubau, der bis zum Jahr 1805 Bestand hatte. Bau III setzte unmittelbar an die Nordostecke des Stephansturms an, integrierte diesen also in den Kirchenbau. Ob mit dem festgestellten Bruchsteinfundamen ein Teil der Süd- oder aber der Nordwand dieser Kirche erfasst wurde, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Die Kontinuität des Standorts der älteren Kirchen nördlich des Turms spricht eher dafür, in dem Mauerstück den Ansatz der Südwand zu sehen. Alle nachgewiesenen Kirchenbauten hätten demnach mit ihrer nördlichen Hälfte auf dem heutigen Nachbargrundstück gestanden. Nach dem Abbruch der letzten Kirche dürfte das ehemalige Kirchenareal geteilt worden sein, die südlich Hälfte wurde in den Friedhof mit einbezogen, während die nördliche Hälfte einer privaten Nutzung zugeführt wurde. Die nördliche Friedhofsmauer, die offensichtlich überwiegend aus sekundär verwendeten Steinmaterial der mittelalterlichen Bebauung errichtet wurde, spiegelt somit erst den Zustand der Parzellierung nach 1805 wider. Möglicherweise gehörte die Kirche St. Stephan im Hochmittelalter zum wüst gefallenen bzw. in Ensdorf aufgegangenen Dorf Weilenbach. Hier ist für das frühe 12. Jahrhundert ein Minsteriale Eberhart de Willenbach als Gefolgsmann Kunos von Horburg, einem Bruder Graf Berengars von Sulzbach nachweisbar. Demnach wären nicht wie lange Zeit angenommen die Herren von Pettendorf-Hopfenohe-Lengenfeld Eigenkirchenherren von St. Stephan gewesen, sondern die reichspolitisch hoch bedeutende Sippe der Grafen von Sulzbach. Diese Deutung gewinnt an Wahrscheinlichkeit, wenn man bedenkt, dass sich ursprünglich ein für das 11. Jahrhundert sicherlich äußerst kostspieliges Geläut in der Glockenstube des Stephansturms befunden haben muss. Die Familie der Sulzbacher Grafen mit ihren für das späte 11. Jahrhundert nachweisbaren engen Beziehungen zum salischen Königshaus sowie zu den bayerischen Pfalzgrafen von Rott war sicher in der Lage, ein derartig kostspieliges Unterfangen in die Realität umzusetzen. Dass die Grafen von Sulzbach die Kirchen auf ihren Ministerialensitzen mit teuren Glocken ausstatteten, belegt die noch heute in Nutzung befindliche „Theophilus-Glocke“ in Thurndorf (Lkr. Neustadt a. d. Waldnaab) aus dem zweiten Viertel des 12. Jahrhunderts.

Die Gemeinde Ensdorf besitzt mit dem Stephansturm eines der ältesten vollständig erhaltenen Bauwerke Bayerns und ein fast tausend Jahre altes Zeugnis christlichen Lebens in der mittleren Oberpfalz.

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Das Dachwerk der Martinskirche von Ermhof - was alte Fotos über dessen Konstruktion und Alter varraten können

Friday, 13. February 2015 10:49

Fotografien, die die Ermhofer Martinskirche kurz vor deren Abbruch im September 1979 zeigen, lassen einen interessanten Blick in das bis zum Abriss erhaltene Dachwerk der Kirche zu. Nachdem in den letzten Lebensjahren das Dach schadhaft wurde, stürzte der nördliche Teil Dachstuhl über dem Chor ein und gab einen Blick in das Innere des Dachstuhls über dem Saal frei.

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Demnach handelte es sich um ein einfaches Sparrendach mit zwei an die Sparren angeblatteten Kehlbalken, wie die auf den Fotos deutlich sichtbaren Blattsassen beweisen. Auch die Sparrenköpfe waren miteinander verblattet, und zwar nicht nur im Dachwerk des Saals, sondern auch über dem Chor. Die Bilder deuten ferner darauf hin, das es möglicherweise einen liegenden Dachstuhl gab, wobei die liegenden Stuhlsäulen offenbar keine Verbindung mit der Sparren-Kehlbalken-Konstruktion hatten. Somit liegt der Verdacht nahe, dass dieser (vermutete) liegende Stuhl erst nachträglich in ein älteres Dachwerk eingebaut wurde, um dessen Stabilität zu erhöhen. Das ursprüngliche Dachwerk der Kirche würde demnach eine sehr einfache und frühe Art der Dachkonstruktion repräsentieren. Dachwerke dieser Bauweise können bis mindestens in das 13. Jahrhundert und noch weiter zurückreichen.
Über die Entwicklung mittelalterlicher Dachwerke in der Oberpfalz ist bislang so gut wie nichts bekannt. Lange wurde davon ausgegangen, dass die Entwicklung zum Sparrendach in Bayern und Franken, im Gegensatz zur Entwicklung im norddeutschen Raum erst um 1200 einsetzte. Diese Annahme, die auch von archäologischer Seite vertreten wurde, fußte zum einen auf der Rekonstruktion früh- und hochmittelalterlicher Grabungsbefunde im süddeutschen Raum, sowie auch auf einer Analyse der ältesten erhaltenen Sparrendächer, die in Regensburg aus dem 13. Jahrhundert stammen. In den letzten Jahren wurde dieser späte Datierungsansatz zum Aufkommen des Sparrendachs jedoch, motiviert von der Deutung neuer Befunde zum Hausbau des frühen und hohen Mittelalters in Bayern, besonders von archäologischer Seite grundsätzlich und mit guten Argumenten in Frage gestellt. Demnach waren einfache Sparrendächer in Nordbayern bereits im Frühmittelalter bekannt.
Die einfache Dachkonstruktion der Kirche in Ermhof lässt erkennen, dass der 1979 dem Bagger zum Opfer gefallende Dachstuhl sicher zu den ältesten Dachwerken der Oberpfalz gehört hat. Selbst wenn diese Dachkonstruktion auf eine damals “altmodische Art”  konstruiert worden sein sollte, besteht kein Zweifel über dessen mittelalterliche Zeitstellung. Leider sind die Balken des Dachstuhls nicht mehr erhalten. Eine dendrochronologische Untersuchung hätte hier sicher absolute Klarheit über das Alter des Dachstuhls der Ermhofer Martinskirche erbracht.

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Besuchen Sie die Historische Informationsstätte St. Martin in Ermhof und deren Facebookseite

Monday, 9. February 2015 21:53

Viele interessante historische Informationen, eingebettet in eine wunderbare Wanderung durch die Hersbrucker Schweiz und/oder das Sulzbacher Land - besuchen Sie die Historische Informationsstätte St. Martin Ermhof. Bis in die Zeit um 800 reicht die Geschichte der Martinskirche… Informieren Sie sich vor Ort und verbinden Sie Ihren Ausflug mit einer Tour durch die landschaftlich und historisch spannende Gegend zwischen Hersbruck und Sulzbach-Rosenberg - eine viel zu wenig beachtete wunderbare Gegend im Grenzgebiet von Franken und der Oberpfalz… - und auch virtuell können Sie einen Blick auf die Historische Informationsstätte St. Martin in Ermhof werfen, unter diesem Link. Über ein ehrliches Feed-back freuen wir uns.taufeklein.jpg

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Thema: Grabungsprojekte, Hintergründe, Was wir bieten - 3D-Archäologie & Visualisierungen | Kommentare (0)

Weihnachten 2014

Wednesday, 17. December 2014 14:26

Allen Freunden, Auftraggebern und unentdeckten Bewunderern der Schauhütte-Archäologie wünschen wir frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr 2015. Danke für das Vertrauen im vergangenen Jahr. Wir freuen uns auf kommende, gemeinsame Projekte und hoffen, Ihr bleibt uns gewogen.

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Foto  © Mathias Hensch

Thema: Grabungsprojekte, Projekte 3D Archäologie - Rekonstruktionen, Hintergründe, Was wir bieten - Archäologische Ausgrabungen, Was wir bieten - 3D-Archäologie & Visualisierungen, Schauhütte-Videothek | Kommentare (0)

Der Turm des Liutwin de Grazze - Machtsymbol bischöflicher Vasallität des 12. Jahrhunderts vor den Toren Regensburgs auf der ehemaligen Burg Graß

Tuesday, 9. December 2014 21:26

Nicht viele Regensburger wissen, dass es in Graß, einem kleinen Dorf südlich des Ziegetsbergs, das zum Stadtgebiet gehört, im Mittelalter eine nicht unbedeutende Niederungsburg der Regensburger Bischöfe gab. Bereits 1134 wird mit Liutwin de Grazze in einer Schenkung Bischof Burchards von Regensburg ein bischöflicher Vasall genannt, der sich nach seinem Ansitz bzw. seiner Burg in Graß nannte. Dies setzt eine unmittelbare Identifikation dieser Familie mit dem Ort und der dortigen Burg voraus. Die wenigen Schriftquellen zur Burg verraten zumindest eine wechselvolle Besitzgeschichte ab dem 14. Jahrhundert.
Im Ortskern noch gut sichtbar ist die spätmittelalterlich-frühneuzeitliche Anlage mit breitem Trockengraben und Futtermauer, in deren Zentrum die Kirche St. Michael steht. Der schriftlichen Überlieferung zufolge, wurde der heutige Kirchenbau 1689 an Stelle eines mittelalterlichen Vorgängers, der auf die Burgkirche zurückgehen dürfte, neu errichtet.

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Über die Baugeschichte der mittelalterlichen Burg war bislang kaum etwas konkretes bekannt. Im Zuge der Sanierung der Michaelskirche finden durch Schauhütte-Archäologie nun erstmals im Burgareal archäologische Untersuchungen statt, die bereits in den ersten Wochen wichtige neue Erkenntnisse zur Bau- und Nutzungsgeschichte erbracht haben. Neben Befunden zur inneren Ringmauer ist die Entdeckung des bis in das 18. Jahrhundert als Ruine erhaltenen Haupturms der Burg Graß von besonderer Bedeutung. Unmittelbar westlich der Kirche wurden bei den Kanalbauarbeiten die Reste eines mächtigen Turms angeschnitten, der einen quadratischen Grundriss von etwa 10 x 10 m Grundfläche gehabt haben dürfte. Die Mauerstärke im unteren Bereich des Turms betrug rund 3,5 m, bei einem Innenraum von ca. 2 x 2 m lichter Weiter. Mauertechnik, Steinversatz und Pietra-Rasa-Putz im Innenraum lassen eine Erbauungszeit in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, möglicherweise noch zur Salierzeit vermuten.

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Das Fundmaterial, die Schichtenabfolgen und eine schriftliche Überlieferung von 1726 belegen einen sukzessiven Abbruch des Turms: die südliche Hälfte wurde bereits um 1500 abgetragen und überbaut, während die nördliche Hälfte des Turms wohl als ausgebrannter Stumpf noch bin in die Zeit nach 1726 gestanden hat.

Die Untersuchungen haben schon jetzt spannende neue Aspekte zur Baugeschichte der Graßer Burg erbracht und werden im Zuge der Sanierungsarbeiten im Frühjahr 2015 fortgesetzt. Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig eine konsequente Begleitung von Bodeneingriffen im Zuge von Baumaßnahmen durch die Archäologie ist. Nur so lassen sich wichtige neue historische Quellen erschließen und dokumentierenm sowie zugleich einmalige Zeugnisse der Vergangenheit vor einer Zerstörung durch den Bagger möglichst bewahren. Wir danken der Stadt Regensburg und dem Architekturbüro Kiendl (Saal an der Donau) für die konstruktive Zusammenarbeit auf der Baustelle.
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Fotos © Mathias Hensch
Literaturhinweise:
Andreas Boos, Burgen im Süden der Oberpfalz: Die früh- und hochmittelalterlichen Befestigungsanlagen des Regensburger Umlandes, Regensburg 1998, 174–177.
Werner Chrobak: Graß, ehemalige Burg – vom Ende des 14. Jahrhunderts bis zur Säkularisation Besitz des Deutschen Ordens. In: Burgen und Schlösser in und um Regensburg. Beiträge zur Geschichte des Bistums Regensburg 47, 2013, 25-46.

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In eigener Sache - zur Berichterstattung in der Presse zu unseren Voruntersuchungen in Schmalnohe

Monday, 10. November 2014 18:03

Zu einem Artikel in der Sulzbacher-Rosenberger/Amberger Zeitung zu unseren Voruntersuchungen in Schmalnohe ist eine Zurechtrückung des verzerrt darsgestellten Sachverhalts angebracht.
Die archäologische Denkmalpflege in Bayern ist wie in den anderen Bundesländern eine staatliche Aufgabe bzw. eine gesetzliche Forderung, die durch das jeweilige Denkmalschutzgesetz geregelt ist (vgl. für Bayern das Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler - DSchG). Die vor Ort ausführenden, privatwirtschaftlich arbeitenden Archäologen sind dabei in Bayern zunächst einmal Dienstleister am Bauherrn, der eine Baumaßnahme im Bereich eines Bodendenkmals durchführen will. Die Archäologen der Ausgrabungsfirmen kommen demnach im Auftrag des Bauherrn dessen gesetzlicher Verpflichtung gegenüber dem Freistaat Bayern nach, archäologische Denkmäler vor einer Zerstörung durch die geplante Baumaßnahme zu bewahren bzw. ggf. vor einer nicht abzuwendenen Zerstörung zu dokumentieren. Hierbei werden sie in ihrer Arbeitsweise und Methodik von der zuständigen Behörde, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, kontrolliert. Der beauftragte Archäologe vor Ort ermöglicht dem Bauherrn letztlich also, sein Vorhaben umzusetzen - wie ein Architekt, ein Statiker und ein Handwerker auch. Dass dies mit Kosten verbunden ist, ist selbstverständlich und sollte jedem Bauherrn bereits bei der Planung einer Maßnahme bewusst sein. Lässt er eine Sondage vor der endgültigen Planung durchführen, erlangt er Planungssicherheit und kann seine Planung denkmalgerecht optmieren bzw. Kosten für eine eventuelle archäologische Ausgrabung bei der endgültigen Planung in das Bauvolumen mit einrechnen.
Ein so bedeutendes Bau- und Bodendenkmal wie in Schmalnohe besitzt darüber hinaus einen großen Mehrwert, auch für die Gemeinde, der sich langfristig nutzen lässt und auszahlt. Gut umgesetzte Konzepte für eine nachhaltige Didaktik und Vermittlung von Grabungsergebnissen, die eine Gemeinde in der Innen- und Außenwirkung deutlich aufwerten können, finden sich immer wieder.
Dass bodendenkmalpfegerische Maßnahmen mit finanziellem Aufwand verbunden sind und zu einer zusätzlichen finanziellen Belastung, besonders kleiner Kommunen in strukturschwachen Räumen wie der mittleren und nördlichen Oberpfalz führen können, soll sich nicht verschwiegen werden. Doch ist die Frage nach der praktischen Umsetzung des sogenannten Veranlasserprizips, nach dem in Bayern der Bauherr die Kosten für eine archäologische Untersuchung zu übernehmen hat, ein politisches Problem zwischen dem Freistaat Bayern und den Bauherren bzw. den belasteten Kommunen. Dieses Problem darf nicht die, die praktische archäologische Arbeit ausführenden und privatwirtschaftlich arbeitenden Archäologen betreffen und auf deren Rücken ausgetragen werden.
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Foto: Stadtkernarchäologische Grabungen im Bereich eines großen Bauvorhabens in der Lederergasse in Kelheim/Niederbayern im Herbst 2013 (Schauhütte-Archäologie und Arcteam, Regensburg)

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Überraschende Spuren der Blütezeit eines kleinen Weilers - die herrschaftliche Curtis von Schmalnohe

Sunday, 2. November 2014 12:04

Der kleine Weiler Schmalnohe bei Edelsfeld im Landkreis Amberg-Sulzbach steht im Vorfeld geplanter Erschließungsmaßnahmen an der Kirche St. Otto seit kurzem erstmalig im Fokus archäologischer Voruntersuchungen. Schmalnohe gehört dem Ortsnamen mit dem Grundwort germanisch -aha “Bach” nach zu urteilen, zu den ältesten germanischen Toponymen des Sulzbacher Raums. Der Name bedeutet also “zur schmalen Ache” und weist somit auf eine Entstehung in vorkarolingischer Zeit hin.An einem exponierten Südhang über dem Bachtal der Schmalnohe nördlich des Weilers steht noch heute das Kirchlein St. Otto, das bis in das späte 18. Jahrhundert dem Hl. Martin von Tours geweiht war. Das Martinspatrozinium könnte auf frühmittelalterliche Wurzeln des Kirchleins hindeuten. Der Ort selbst wird als Smalnaha erstmalig 1130 erwähnt. Schon zu dieser Zeit ist eine Familie hier ansässig, die sich nach ihrem Sitz de Smalnaha nennt. Eine Kirche wird bereits im Jahr 1143 erstmals genannt, als Otto von Schmalnohe, einer der bedeutendsten Ministerialen der mächitgen Grafen von Sulzbach, die Kirche, einen befestigen Hof („Curtis“) und einen Wald an das Kloster Michelfeld schenkte. Schmalnohe war zu dieser Zeit einer der wichtigsten Verwaltungsmittelpunkte nördlich des Herrschaftszentrums Sulzbach. Die Herren von Schmalnohe war „Spitzengefolgsleute“ der Grafen von Sulzbach, die im 11. und 12. Jahrhundert zu den mächtigsten Adelsfamilien im Reich gehörten. Letzere stellten zur Zeit der Ersterwähnung von Schmalnohe u.a. eine deutsche Königin und die einzige deutschstämmige byzantinische Kaiserin, die jemals den oströmischen Thron bestieg.imgp3164klein.jpgimgp3185klein.jpg
Die aktuellen, bauvorgreifenden Voruntersuchungen können die außerordentliche Stellung des Ortes und seiner Kirche im hochmittelalterlichen Herrschaftsgefüge nördlich des Burgzentrums Sulzbach bereits eindrucksvoll bestätigen. Es zeichnet sich ab, dass der stehende Kirchenbau deutlich vor das 12. Jahrhundert zurückreicht. Von überregionaler Bedeutung sind besonders auch die bei den Voruntersuchungen im Boden angetroffenen Reste der in den Quellen erwähnten herrschaftlichen Curtis der Grafen von Sulzbach: Ein eindrucksvoller, in seinen Mauerstrukturen offenbar gut erhaltener, herrschaftlicher Saalbau von 15 m Länge und 7 m Breite, wohl mit Heizanlage direkt westllich der Kirche St. Martin, wohl aus dem späten 10./frühen 11. Jahrhundert, zahlreiche mittelalterliche Holzbauspuren, darunter möglicherweise Reste von Grubenhäusern, hochmittelalterliche Eisenverhüttungsöfen, sowie Teile des mittelalterlichen Friedhofs um die Kirche und wahrscheinlich der Befestigung der Curtis, sind nicht nur für die Region einmalig, sondern auch von überragender Bedeutung für die hochmittelalterliche Landesgeschichte des gesamten Herrschaftsraums des hochmittelalterlichen Nordgaus. Die angetroffenen archäologischen Reste sind eindrucksvolles Zeugnis hochmittelalterlicher Herrschaftsgeschichte des reichsweit agierenden Hochadelsgeschlechts der Grafen von Sulzbach und der Repräsentation von Herrschaft vom 10. bis zum 12. Jahrhundert. Die politische Gemeinde Edelsfeld und die katholische Kirchengemeinde Schlicht bestizt demnach ein weit über die Ortsgrenzen hinaus bedeutendes Bodendenkmal. Die bei der Vorunterschung erfassten archäologischen Reste sind im Bereich der Wegebaumaßnahmen zur Neugestaltung des Zugangs zur Kirche akut gefährdet und müssen daher in jedem Fall fachgerecht archäologisch untersucht werden.

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… und noch eine ehemalige Martinskirche: Erste archäologische Untersuchungen am Kirchlein St. Otto in Schmalnohe im Landkreis Amberg-Sulzbach

Monday, 20. October 2014 20:43

Die kleine Kirche St. Otto in Schmalnohe bei Edelsfeld im Landkreis Amberg-Sulzbach steht erstmalig im Fokus archäologischer Untersuchungen. Das Kirchlein, das bis in das späte 18. Jahrhundert dem hl. Martin von Tours geweiht war und erst spät einen Patroziniumswechsel hin zum hl Otto von Bamberg erfahren hat, wird bereits im Jahr 1143 erstmals genannt, als Otto von Schmalnohe, ein Ministeriale der Grafen von Sulzbach, die Kirche an das Kloster Michelfeld schenkte. Offenbar bestand in Schmalnohe zu dieser Zeit eine Curtis, also ein grundherrlicher Hof mit Kirche. Mit großer Wahrscheinlichkeit saß ein großer Teil der in diesem Raum überlieferten Ministerialenfamilien während des 11./frühen 12. Jahrhunderts nicht auf Burgen im eigentlichen Sinne, sondern innerhalb großer, grundherrlicher Höfe: Otto de Smalnohe […] fecit heredem trandens Michelfeldensi ecclesie cum capella et dote eius cum curte sua dominicali cum silva […].

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Der Ortsname mit dem Grundwort germanisch -aha/-oha “Bach” gehört zu den ältesten germanischen Toponymen des Raums und dürfte auf eine Entstehung in vorkarolingischer Zeit hinweisen. Auch das Martinspatrozinium könnte auf frühmittelalterliche Wurzeln des Kirchleins hindeuten. Die aktuellen, bauvorgreifenden Untersuchungen durch die Archäologen Ines Buckel (Arcteam Regensburg) und Mathias Hensch (Schauhütte-Archäologie), betreffen nicht allein die Fundamentbereiche der Kirche, sondern betreffen auch die neue Wegegestaltung westlich der Kirche. Somit sind neben den bereits erkennbaren Befunden zur Baugeschichte der mittelalterlichen Kirche und eines bereits erfassten Friedhofs auch Erkenntnisse zur in den Quellen erwähnten herrschaftlichen Curtis zu erwarten. Wir werden an dieser Stelle über den Fortgang der Grabungen berichten.

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