Beiträge vom June, 2007

Im Jahr als Kaiser und Papst stritten — ein Campanile für St. Stephan!

Saturday, 23. June 2007 15:07

Der Stephansturm in EnsdorfSeit kurzem ist sicher, Ensdorf (Lkr. Amberg-Sulzbach) besitzt eines der ältesten erhaltenen Bauwerke Nordostbayerns: den sog. Stephansturm. Der Glockenturm ist der letzte Rest der 1805 abgebrochenen Pfarrkirche St. Stephan, deren Geschichte deutlich vor die Zeit der Gründung des Benediktinerklosters St. Jakobus am Ort im Jahr 1121 zurückreicht. Archäologische und baugeschichtliche Untersuchungen für die Dienststelle Regensburg des bayerischen Landesamts für Denkmalpflege im Bereich des Turms erbrachten nun interessante Erkenntnisse zur Baugeschichte der Stephanskirche. […]

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St. Michael in Weiden - 1399 vom Feuer zerstört

Sunday, 17. June 2007 19:10

191web.jpgWeiden wurde erstmals 1241 urkundlich erwähnt, als König Konrad IV. apud Widen eine Bestätigungsurkunde für das Kloster Speinshart ausstellte. So wichtig diese Erwähnung für die Geschichte der Stadt ist, so wenig erfahren wir aus dieser eher beiläufigen Nennung über das Aussehen oder die Struktur des frühen Ortes. 1269 ist von einem castrum die Rede, 1298 wird der Ort dann als oppidum bezeichnet. Hiermit ist in mittelalterlichen Quellen in der Regel eine größere Ansiedlung mit — für damalige Zeiten — stadtähnlichem Charakter gemeint. 2005 wurden bedingt durch umfangreiche Baumaßnahmen im Inneren der Pfarrkirche St. Michael durchgeführt, die wesentliche neue Aufschlüsse zur Frühzeit der Kirche erbrachten. […]

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Burg Sulzbach in der Oberpfalz. Ein Herrschaftszentrum des 8. bis 14. Jahrhunderts auf dem Nordgau

Sunday, 17. June 2007 18:25

abb_22web.jpgIm Zuge der durch den Freistaat Bayern erfolgten Totalsanierung des herzoglichen Schlosses in Sulzbach-Rosenberg (Lkr. Amberg-Sulzbach, Opf.) wurden durch M. Hensch im Auftrag der Dienststelle Regensburg des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege von 1993 bis 2001 umfangreiche Ausgrabungen an diesem Platz durchgeführt. Die Untersuchungen erbrachten sehr weitreichende und in ihrer Komplexität in Süddeutschland bislang einmalige Befunde zur Entwicklung einer offenbar hoch bedeutenden Burganlage des 8. bis 14. Jahrhunderts. In Sulzbach ist wie kaum an einer anderen Burganlage dieser Zeit in Süddeutschland die Beeinflussung des dynastischen Burgenbaues durch die Pfalzenarchitektur des karolingischen, ottonischen und salischen Königtums abzulesen. […]

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Unterschungen im Egloffsteiner Palais in Sulzbach-Rosenberg

Sunday, 17. June 2007 12:24

Blick in die Ru?�kuchl des Egloffsteiner Palais w?¤hrend der Grabung
Die kleinräumige archäologische Untersuchung in der ehemaligen Rauchkuchel des Egloffsteiner Palais, Kunst-Fischer-Gasse 17 in Sulzbach-Rosenberg, lässt in Ergänzung der bereits 1999 abgeschlossenen Baubefundung einige wesentliche Detailaussagen zur Baugeschichte des Hauses zu. […]

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Frühmittelalter in Nabburg

Saturday, 16. June 2007 22:24

In 3 m Tiefe kommt das 9. Jahrhundert... Im Vorfeld einer geplanten Tiefbaumaßnahme führten wir im April 2006 Sondageuntersuchungen auf dem Unteren Markt in Nabburg (Lkr. Schwandorf) durch. Hierbei konnten neben hoch- und spätmittelalterlichen sowie neuzeitlichen Befunden auch Spuren einer frühmittelalterlichen Besiedlung nachgewiesen werden, was für die frühe Stadtgeschichte von Nabburg von besonderer Bedeutung ist. […]

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Der erhängte Enkel des Pferdediebs von Moosburg?

Saturday, 16. June 2007 22:00

Der erh?¤ngte J?¼ngling im Holztrog
Bei unseren Grabungen am Westportal von St. Kastulus in Moosburg (Lkr. Freising) (Fachbehörde Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Grabungsbüro Ingolstadt, Auftraggeber Erzbischöfliches Ordinariat der Erzdiözese München-Freising) stießen wir auf einen gefesselten Jüngling in einem Holztrog. Der etwa 15-18jährige junge Mann war in stark gekrümmter Körperhaltung mit angezogenen Beinen und auf dem Rücken gefesselten Händen in einem nur etwa 1,30 m langen Holztrog beigesezt worden. […]

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Der Frohnberg bei Hahnbach

Saturday, 16. June 2007 17:56

Blick auf die Grabung im Sp?¤therbst 2003Eine frühmittelalterliche Großburg mit hochmittelalterlichem Herrensitz. Zum Abschluss des archäologischen Projekts der Leader+-Förderung

Mit gut 8 ha umwehrter Grundfläche gehört der Frohnberg zu den größten frühgeschichtlichen Befestigungs-anlagen der Oberpfalz. Die geologisch äußerst heterogenen Schichtstufenlandschaft im Raum Sulzbach-Rosenberg und Amberg bildet hier einen zur Vilsniederung nach Osten vorspringenden, tafelbergähnlichen Höhenrücken, der durch sogenannte Reliefumkehr entstanden ist und sich durchschnittlich etwa 30 m über das Umland erhebt. Das Frohnbergplateau ist 750 m lang und 130 m breit und war ehemals wohl vollständig von künstlichen Wällen, im Süden auch von Gräben umgeben. Die frühmittelalterliche Befestigung wurde in verkehrsgeographisch günstiger Lage angelegt. Sie flankierte wichtige Fernstraßensysteme von den ost-fränkischen Gebieten nach Böhmen und lag zugleich oberhalb zweier Furten über die Vils bei Hahnbach und Kümmersbuch. Zumindest ein wichtiger Strang der so genannten Alten Straße in Richtung Böhmen — später auch als Goldene Straße bezeichnet — verlief unmittelbar durch die Frohnbergbefestigung. Über die genaue Zeitstellung des gesamten Wall-Graben-Systems lassen sich bislang nur Vermutungen anstellen. Aufgrund der typologischen Merkmale im Gelände ist wohl von einer Datierung in das 8. bis 10. Jahrhundert n. Chr. ausgehen. […]

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Ausgrabungen in der ehemaligen Burg Dollnstein

Saturday, 16. June 2007 12:30

Burg Dollnstein.Burg Dollnstein — Archäologische Ausgrabungen. Grabungskampagne 2007

Die im Vorfeld von Sanierungsmaßnahmen im Bereich der ehem. Hochmittelalterlichen Dynastenburg in Dollnstein (Lkr. Eichstätt) 2006 begonnenen archäologischen Ausgrabungen werden seit Anfang Mai d. J. fortgeführt.

Bereits bei den Untersuchungen im Sommer und Frühwinter 2006 konnten zahlreiche neue und eindrucksvolle Erkenntnisse über die Siedlungsgeschichte Dollnsteins und die Baugeschichte seiner wichtigen Burg gewonnen werden. Informationen zur neuen Grabungkampagne und zu einem Symposium über die Dollnsteiner Burg erhalten Sie auch hier und unter Aktuelles. Presseinformationen zu dem bei den Ausgrabungen entdeckten Münzschatz finden Sie ferner hier. […]

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Tirschenreuth um 1080

Saturday, 16. June 2007 12:10

walmdachblockhaus Unser aktuelles 3D-Projekt: Eine Idealrekonstruktion der Siedlungskammer Tirschenreuth an der Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert

Für das neue Museumsquartier in Tirschenreuth fertigen wir im Auftrag der Stadt Tirschenreuth derzeit zwei dreidimensionale Schaubilder an, die realitätsnahe Idealrekonstruktionen zweier Siedlungskerne im Umfeld der heutigen Stadt an der Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert zeigen sollen.

Hierzu wird zum einen eine Mühle an der Waldnaab im Bereich eines Flussübergangs nördlich des Stadthügels visualisiert. Das zweite Bild soll die östlich der Waldnaabaue und des Mühlbachs gelegene slawische Siedlung Lohnsitz als slawisches Reihendorf mit anschließenden Streifenfluren zeigen. Bilder folgen in Kürze…

Hier ein Arbeitsstand zur hochmittelalterlichen Wassermühle am Waldnaabübergang

Hochmittelalterliche Wasserm?¼hle am Waldnaab?¼bergang (Arbeitsbild)

Thema: Projekte 3D Archäologie - Rekonstruktionen | Kommentare (0)

St. Martin in Ermhof

Saturday, 16. June 2007 11:50

Ermhof, St. Martin, Grabung 2007 Unser Projekt zur früh- und hochmittelalterlichen Kirche St. Martin erhält den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz 2008 in der Kategorie Bodendenkmäler. Ein großer Dank geht an das Team, Ines Buckel M.A., Stefanie Birzer M.A. und Matthias Urban, an die Familie Christoph und Gertraud Seitz (Ermhof) und an die Gemeinde Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg sowie an alle Förderer des Projektes und den neugegründeten Förderverein St. Martin in Ermhof!

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Bereits die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem fassbaren historischen Kontext der Kirche im Zuge der Vorbereitung der ersten Grabungskampagne ergab zahlreiche Hinweise auf ein sehr hohes Alter der Kirchengründung St. Martin in Ermhof bei Neukirchen (Lkr. Amberg-Sulzbach). Schon ihr Martinspatrozinium könnte eine frühmittelalterliche Kirchengründung andeuten.

St. Martin in Ermhof; Blick auf die Grabungsfl?¤chen 2006

Da der hl. Martin von Tours seit dem Übertritt der fränkischen Könige zum Christentum u.a. den Franken als Schutzpatron galt, ist es denkbar, dass es sich bei der Ermhofer Kirche, wie auch bei der Kirche St. Martin des karolingischen Königshofes im benachbarten Lauterhofen (8. Jh./um 800; abgegangen), um eine fränkische Gründung der Karolingerzeit handelt.

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