Beiträge vom September, 2007

Die Lange Gasse in Sulzbach - im Randbereich der spätmittelalterlichen Stadt

Sunday, 23. September 2007 12:35

Lange Gasse 13 w?¤hrend der Untersuchungen

Der Abbruch der Bebauung Lange Gasse 13 /13A in Sulzbach (Stadt Sulzbach-Rosenberg) und die geplante Neubebauung bzw. Sanierung bestehender Gebäudeteile erforderte eine zweitägige archäologische Notdokumentation im ehemaligen Zwingerbereich des nordöstlichsten Abschnitts der spätmittelalterlichen/frühneuzeitlichen Stadtbefestigung der Sulzbacher Neustadt.

Nach Absprache mit der Dienststelle Regensburg des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege und dem zuständigen Architekturbüro Planungsgruppe Meiller-Dittmann (Amberg/Sulzbach-Rosenberg) wurden die archäologischen Arbeiten am 27. und 28. September 2004 durchgeführt.
Die Analyse der Schichtenverhältnisse hat in Hinblick auf die historischen Fragestellungen nach den ursprünglichen Niveaus im Zwingerbereich vor der Stadtmauer und nach dem Verlauf der ehemaligen Zwingermauer auf dem Grundstück Lange Gasse 13 folgende Ergebnisse erbracht: […]

Thema: Grabungsprojekte | Kommentare (0)

Erlheimer Weg - Hinweise auf eine karolingerzeitliche Siedlung vor den Toren der Burg Sulzbach

Saturday, 22. September 2007 17:20

Luftbild von 1945

Ausgangsituation im Bereich der Bachniederung Erlheimer Weg-Alte Straße

Durch den archäologischen Nachweis eines Herrschaftszentrum der karolingischen und ottonischen Zeit im Bereich des heutigen Sulzbacher Schlosses und eine bis in das 8. Jahrhunderts zurückreichenden Siedlungstätigkeit auf dem Burgberg, stellte sich bei der wissenschaftlichen Auswertung der Untersuchungen erstmals die Frage nach der frühmittelalterlichen „Ursiedlung“ von Sulzbach bzw. der zur frühmittelalterlichen Burg gehörigen Hofstellen (curtes).

Dass diese nicht im Bereich der heutigen Altstadt gelegen haben kann, darf als sicher gelten. Der karstige Untergrund auf der Hochfläche erschwert nicht nur die nötige Wasserversorgung erheblich sondern ließ darüber hinaus keine landwirtschaftlich nutzbaren Flächen zu. Auch der Ortsname selbst deutet an, dass die frühmittelalterlichen Siedler bachnahe Bereiche in der Niederung genutzt haben werden, die zugleich verhältnismäßig hohe Bodengüten aufwiesen. […]

Thema: Grabungsprojekte | Kommentare (0)

Die Burg der Edelfreien von Ebermannsdorf

Saturday, 22. September 2007 16:31

Wohnturm der Burg Ebermannsdorf, 12. JahrhundertSüdöstlich von Ebermannsdorf liegt im Wald oberhalb des Dorfes in Nachbarschaft zum Schloss aus dem 18.Jahrhundert der hochmittelalterliche Stammsitz der edelfreien Familie der Ebermannsdorfer. Schon zu Beginn des 12. Jahrhunderts treten die Herren von Ebermanssdorf erstmals in den Urkunden auf — der älteste sichere bekannte Vertreter des Geschlechts war ein Meriboto de Ebermundesdorf, der in einer Urkunde des Klosters Ensdorf von 1107/9 als Zeuge auftritt. Die Ebermannsdorfer traten im Gefolge verschiedener geistlicher und weltlicher Grundherren auf: dem Bamberger Bischof, den Grafen von Sulzbach, der Grafen (später Pfalzgrafen) von Wittelsbach, der Markgrafen von Cham-Vohburg, der Grafen von Hohenburg und der Grafen von Burghausen. Sie standen in enger Beziehung zum bambergischen Kloster Ensdorf. Schon gegen Ende des 12. Jahrhunderts verschwinden Ebermannsdorfer aus den Quellen, so dass es möglich ist, das die Familie um 1200 im Mannesstamm ausstarb. Zwar nennen sich auch noch im 14. Jahrhundert niederadlige Herren nach Ebermannsdorf, doch sind diese wahrscheinlich nicht mit der Familie des 12. Jahrhunderts identisch. […]

Thema: Hintergründe | Comments Off

St. Joseph in Niederärndt - Burgkapelle und Eigenkirche der Sulzbacher Grafen?

Saturday, 22. September 2007 16:16

St. Joseph in Nieder?¤rndtDie heutige Simultankirche St. Joseph in Niederärndt gehört zu den ältesten erhaltenen Kirchen im Landkreis Amberg-Sulzbach. An den beurteilbaren Architekturelementen lässt sich der Kirchenbau etwa in die Mitte des 12. Jahrhunderts datieren, wobei der heutige Zustand den Eindruck eines in mehreren (mittelalterlichen) Bauphasen entstanden Baukörpers macht. Über die Baugeschichte der Kirche ist ebenso wenig Konkretes bekannt, wie über deren Ursprünge und herrschaftliche bzw. parochiale Zugehörigkeit. […]

Thema: Hintergründe | Comments Off

Die Schweppermannsburg bei Pfaffenhofen (Lkr. AS)

Friday, 21. September 2007 17:23

Die Schweppermannsburg bei PfaffenhofenÖstlich des Dorfes Pfaffenhofen liegt auf einem lang gestreckten Terrassensporn oberhalb der Lauterach die Burg Pfaffenhofen, die nach ihren Besitzern während des 14.Jahrhunderts im Volksmund „Schweppermannsburg“ genannt wird. Im 12. Jahrhundert wohl im Besitz der Kastl-Habsberger kam die Burg nach deren Aussterben an die (österreichischen) Babenberger und im 13. Jahrhundert an die Grafen von Hirschberg, während der Ort zum Gründungsbesitz des Klosters Kastl gehörte. 1330—1353 befand sich die Burg im Besitz der Ritter Heinrich und Hartung Schweppermann, zweier Söhne des berühmten Feldhauptmanns Seyfried Schweppermann (ca.1260—1337). Jener ging durch seine besondere Treue zu Ludwig dem Bayern und seine Tapferkeit, u.a. in der berühmten Schlacht bei Mühldorf am Inn (1322), in die Dichtung ein („Jedem Mann ein Ey — dem tapfren Schweppermann aber zwey“). […]

Thema: Grabungsprojekte | Kommentare (1)

St. Johannes in Moosburg - die “kleine” Kirche neben St. Kastulus

Saturday, 1. September 2007 17:18

St. Johannes in Moosburg (links)Vom 03.09. bis zum 12.09.2007 sowie am 05. und 06.11.2007 liefen im Auftrag des Erzbischöflichen Ordinariats der Diözese München-Freising und des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege kleinräumige Notuntersuchungen an der Außenwand des Ostabschlusses der Pfarrkirche St. Johannes in Moosburg (Lkr. Freising). Hierbei konnten wichtige Einblicke in die mittelalterliche Baugeschichte der Kirche gewonnenen werden. Demnach ist der heutige Zustand das Ergebnis von wahrscheinlich fünf mittelalterlichen Bauphasen des 13. bis 15. Jahrhunderts. […]

Thema: Grabungsprojekte | Kommentare (0)