Illschwang-Neuöd - frühkeltische Siedlungsspuren auf der Kuppelalb, im Zentrum der frühmittelalterlichen “regio hiwisc”
Sunday, 16. August 2009 20:51
Im Vorfeld der Erweiterung des Gewerbegebiets Illschwang-Neuöd II (Landkreis Amberg-Sulzbach) führen wir auf der Flur “Siecher” im Zentrum der frühmittelalterlichen Siedlungskammer regio hiwisc, dem noch heute im Volksmund “Heuwisch” genannten Raum zwischen dem karolingischen Burgzentrum Sulzbach und dem karolingischen Königshof Lauterhofen eine archäologische Prospektion des zu bebauenden Areals durch. Im Nahbereich des Baugebiets liegen die mittelalterlichen Wüstungen Horingese und Kölblöde. Der Ortsteil von Illschwang Neuöd spricht aufgrund seines Ortsnamens ebenfalls für das Vorhandensein älterer Siedlungseinheiten.
Frühmittelalterliche Siedlungsspuren fanden sich in dem auf einer Kuppe des Frankendolomits liegenden Areal nicht. Der größte Teil der Fläche war vollständig befundleer. Jedoch konnten wir im westlichen Teil des Areals einige Siedlungsspuren, darunter Gruben feststellen, die wohl in die Späthalltstatt-/Frühlatènezeit zu datieren sind. Sie belegen keltische Siedlungsaktivitäten selbst in karstigen, wasserarmen Höhenlagen von über 500 m NN. Unter Umständen lag eine zugehörige kleine Siedlung weiter westlich am Hang außerhalb der untersuchten Fläche.

Siedlungsgrube des 6./5. Jahrhunderts v. Chr. in Illschwang-Neuöd. […]
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