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	<title>Comments for Schauhuette</title>
	<link>http://www.schauhuette.de/blog</link>
	<description>Anschauliche Archäologie</description>
	<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 01:41:58 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Comment on Archäologie in der ehemaligen Synagoge von Sulzbach - 900 Jahre Siedlungsaktivität an der Peripherie der Burgsiedlung by Schauhuette &#187; Blog Archive &#187; Zwei weitere Befestigungsgräben östlich der früh- und hochmittelalterlichen Burgsiedlung von Sulzbach</title>
		<link>http://www.schauhuette.de/blog/archives/234#comment-5802</link>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 16:31:10 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schauhuette.de/blog/archives/234#comment-5802</guid>
					<description>[...] Nach den umfangreichen Grabungen im Bereich der Neustadt im Jahr 2008 und der in der Synagoge freigelegten Befesitungsmauer erhärtet sich somit unsere Vermutung, dass auch der südliche Teil der Burgsiedlung wohl schon seit Karolingerzeit stark befestigt wurde. Auch diese Befesitungsabschnitte dürften bei der Stadterweiterung des sogenannten Bühlviertels in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufgegeben worden sein. Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen dieser baubegleitenden Maßnahme bei Schauhütte-Archäologie auf dem aktuellen Stand&#8230; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Nach den umfangreichen Grabungen im Bereich der Neustadt im Jahr 2008 und der in der Synagoge freigelegten Befesitungsmauer erhärtet sich somit unsere Vermutung, dass auch der südliche Teil der Burgsiedlung wohl schon seit Karolingerzeit stark befestigt wurde. Auch diese Befesitungsabschnitte dürften bei der Stadterweiterung des sogenannten Bühlviertels in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufgegeben worden sein. Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen dieser baubegleitenden Maßnahme bei Schauhütte-Archäologie auf dem aktuellen Stand&#8230; [&#8230;]
</p>
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				</item>
	<item>
		<title>Comment on Sulzbachs älteste Befestigungen - Archäologie unter der Fahrbahn by Schauhuette &#187; Blog Archive &#187; Zwei weitere Befestigungsgräben östlich der früh- und hochmittelalterlichen Burgsiedlung von Sulzbach</title>
		<link>http://www.schauhuette.de/blog/archives/117#comment-5801</link>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 16:27:55 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schauhuette.de/blog/archives/117#comment-5801</guid>
					<description>[...] Nach den umfangreichen Grabungen im Bereich der Neustadt im Jahr 2008 und der in der Synagoge freigelegten Befesitungsmauer erhärtet sich somit unsere Vermutung, dass auch der südliche Teil der Burgsiedlung wohl schon seit Karolingerzeit stark befestigt wurde. Auch diese Befesitungsabschnitte dürften bei der Stadterweiterung des sogenannten Bühlviertels in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufgegeben worden sein. Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen dieser baubegleitenden Maßnahme bei Schauhütte-Archäologie auf dem aktuellen Stand&#8230; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Nach den umfangreichen Grabungen im Bereich der Neustadt im Jahr 2008 und der in der Synagoge freigelegten Befesitungsmauer erhärtet sich somit unsere Vermutung, dass auch der südliche Teil der Burgsiedlung wohl schon seit Karolingerzeit stark befestigt wurde. Auch diese Befesitungsabschnitte dürften bei der Stadterweiterung des sogenannten Bühlviertels in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufgegeben worden sein. Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen dieser baubegleitenden Maßnahme bei Schauhütte-Archäologie auf dem aktuellen Stand&#8230; [&#8230;]
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>Comment on Kanalbaumaßnahmen in der Sulzbacher Altstadt - Archäologische Begleitung ist Pflicht by Schauhuette &#187; Blog Archive &#187; Zwei weitere Befestigungsgräben östlich der früh- und hochmittelalterlichen Burgsiedlung von Sulzbach</title>
		<link>http://www.schauhuette.de/blog/archives/225#comment-5800</link>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 16:26:29 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schauhuette.de/blog/archives/225#comment-5800</guid>
					<description>[...] Bei unseren baubegleitenden Untersuchungen auf dem Gelände des Literaturarchivs von Sulzbach-Rosenberg konnten wir in der Kanaltrasse zwei hangbegleitende Gräben feststellen, die zum frühen Befestigungssystem der früh- und hochmittelalterlichen Burgsiedlung gehört haben dürften. Die Gräben laufen im untersuchten Bereich parallel zum Hang im Osten der ältesten Siedlung und könnten dann möglicherweise die heutige Rosenberger Straße queren, um in den Bereich der heutigen Straße Hafnersgraben (!) und östlich der Synagogenstraße umzubiegen. Das bislang geborgene Fundmaterial datiert die endgültige Aufgabe beider Gräben in des spätere 14. Jahrhundert. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Bei unseren baubegleitenden Untersuchungen auf dem Gelände des Literaturarchivs von Sulzbach-Rosenberg konnten wir in der Kanaltrasse zwei hangbegleitende Gräben feststellen, die zum frühen Befestigungssystem der früh- und hochmittelalterlichen Burgsiedlung gehört haben dürften. Die Gräben laufen im untersuchten Bereich parallel zum Hang im Osten der ältesten Siedlung und könnten dann möglicherweise die heutige Rosenberger Straße queren, um in den Bereich der heutigen Straße Hafnersgraben (!) und östlich der Synagogenstraße umzubiegen. Das bislang geborgene Fundmaterial datiert die endgültige Aufgabe beider Gräben in des spätere 14. Jahrhundert. [&#8230;]
</p>
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				</item>
	<item>
		<title>Comment on Neue Monographie erschienen - Der verlorene Hussenturm by Schauhuette &#187; Blog Archive &#187; Fernsehbeitrag zur Buchvorstellung über den Hussenturm der Sulzbacher Burg</title>
		<link>http://www.schauhuette.de/blog/archives/186#comment-5653</link>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 17:16:15 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schauhuette.de/blog/archives/186#comment-5653</guid>
					<description>[...] Sie können einen zweiminütigen Fernsehbeitrag des Fernsehsenders OTV zur Buchvorstellung &#8220;Der verlorene Hussenturm&#8221; ansehen und herunterladen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird dieses Film auch über den Kanal der Schauhütte bei youtube zu sehen sein. Zum ansehen des Beitrags klicken Sie bitte hier. Für Informationen über das Büchlein, klicken Sie bitte hier und hier. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Sie können einen zweiminütigen Fernsehbeitrag des Fernsehsenders OTV zur Buchvorstellung &#8220;Der verlorene Hussenturm&#8221; ansehen und herunterladen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird dieses Film auch über den Kanal der Schauhütte bei youtube zu sehen sein. Zum ansehen des Beitrags klicken Sie bitte hier. Für Informationen über das Büchlein, klicken Sie bitte hier und hier. [&#8230;]
</p>
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				</item>
	<item>
		<title>Comment on Burg Sulzbach in der Oberpfalz. Ein Herrschaftszentrum des 8. bis 14. Jahrhunderts auf dem Nordgau by Schauhuette &#187; Blog Archive &#187; Archäologie in der ehemaligen Synagoge von Sulzbach - 900 Jahre Siedlungsaktivität an der Peripherie der Burgsiedlung</title>
		<link>http://www.schauhuette.de/blog/archives/43#comment-5453</link>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 11:55:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schauhuette.de/blog/archives/43#comment-5453</guid>
					<description>[...] Die im Frühsommer und Herbst 2009 durchgeführten Ausgrabungen im Vorfeld der Sanierung der ehemaligen Synagoge von Sulzbach haben zahlreiche interessante Ergebnisse zur Baugeschichte der seit 1689 an dieser Stelle befindlichen jüdischen Gotteshäuser sowie zur mittelalterlichen Nutzungs- und Baugeschichte der Parzelle Synagogenstraße 9 erbracht. Die ehemalige Synagoge befindet sich im südöstlichen Randbereich der seit dem 8. Jahrhundert besiedelten und befestigten Burgsiedlung von Sulzbach. Die Parzelle liegt an der äußersten Peripherie des Siedlungskerns und gerade noch innerhalb des ältesten Befestigungsrings von Sulzbach. Das Grundstück grenzt nach Osten an die wahrscheinlich vor dem 13. Jahrhundert angelegte Befestigungsmauer, deren Verlauf in etwa mit der westlichen Häuserzeile des Hafnersgraben identisch ist und die am Kugelplatz und Auf der Rahm ihre südliche Begrenzung hatte.  Den ältesten untersuchten Baurest stellt die im nördlichen Hofbereich angeschnittene Befestigung der Burgsiedlung dar. Sie wurde an dieser Stelle aus großen, unbearbeiteten Dolomitbrocken in Mörteltechnik erbaut, die ohne Fundamentzone direkt auf die ehemaligen Oberfläche gesetzt wurden. Die Mauer hat sich im nördlichen Teil der Parzelle noch heute obertägig erhalten. Bislang ist ihr genaues Alter noch unbekannt. Es spricht einiges dafür, dass die festgestellte Befestigungsmauer mindestens in das 12. Jahrhundert gehört, möglicherweise sogar ein noch höheres Alter hat. Holzkohlestückchen, die im Setzmörtel dieser frühen Befestigung eingeschlossen sind, werden derzeit an der Universität Erlangen-Nürnberg mittels 14C-Untersuchung datiert. Obwohl in den sehr kleinen Untersuchungsflächen keine Bebauungsspuren des 8. bis 11. Jahrhunderts zutage traten, belegen einige frühmittelalterliche Keramikscherben Siedlungsaktivitäten in unmittelbarer Nähe bereits für die Zeit vor der ersten Jahrtausendwende. Ab dem späten 12./frühen 13. Jahrhundert setzte auf der Parzelle dann ein rege Siedlungstätigkeit ein, die mit einer umfangreichen Nutzung und Bebauung in Zusammenhang stand. Das nach Süden und Osten abfallende Gelände wurde durch Aufschüttungen für eine Bebauung hergerichtet. Im mittleren Grundstücksbereich entstand im frühen 13. Jahrhundert ein größeres, aufwändig errichtetes Holzhaus. Die Reste dieses Holzgebäudes lassen erstmals für die Oberpfalz außerhalb Regensburgs Erkenntnisse zur Bauweise frühstädtischer hochmittelalterlicher Häuser zu. Das Haus war wahrscheinlich mit seiner Traufseite zur Straße, rechtwinklig zur Befestigungsmauer orientiert. Es hatte eine Breite von etwa 6 m. Die Länge bleibt unbekannt. Es handelte sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen sog. Ständer-Bohlen-Bau. Bei diesem lag die untere, horizontale Holzschwelle, die Grundschwelle, auf einem vermörtelten Steinsockel. In die hölzerne Grundschwelle waren die tragenden, senkrechten Ständer einzapft. Zwischen die Ständer waren liegende oder stehende Holzbohlen in Nute eingeschoben, die so die Wandfläche bildeten. Die Bohlen und der Steinsockel waren zumindest im Innenraum mit Lehm verputzt, der durch kleine, in die Bohlen der Wandfläche eingeschlagene Keile gehalten wurde. Wie Funde von charakteristischen Schindelnägel zeigen, könnten die Dächer zunächst mit Holzschindeln gedeckt gewesen sein. Bereits im 12./13. Jahrhundert war jedoch auch die Hohlziegeldeckung, mit sog. Mönch- und Nonneziegeln in Sulzbach bekannt. So lässt sich anhand der Funde belegen, dass auch das in der Synagogenstraße ausgegrabene Haus im Laufe der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts mit Hohlziegeln gedeckt wurde. Zahlreiche Scherben von Kachelöfen des 13. Jahrhunderts zeigen, dass das Haus einen Kachelofen besaß, ein deutlicher Hinweis auf hoch stehende Wohnkultur. Solche Ständer-Bohlen-Bauten waren keine einfachen „Holzhütten“, sondern anspruchsvoll ausgeführte Wohnhäuser, die  heute noch stehenden Fachwerkbauten in der Bauqualität in nichts nachstanden. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts brannte das Haus nieder, wurde wahrscheinlich wiederaufgebaut und bis in das späte 14. Jahrhundert genutzt. Im ausgehenden 14. Jahrhundert wurde das Holzhaus abgebrochen und an seiner Stelle ein aus Stein errichtetes Haus erbaut. Dieses hatte die gleiche Breite wie sein Vorgänger, war jedoch etwas weiter nach Süden verschoben. Dieses Haus, dessen Grundriss sich unter der ehemaligen Synagoge erhalten hat, ist mit großer Wahrscheinlichkeit das Gebäude, dass im Jahr 1689 durch die jüdische Gemeinde erworben wurde und in dem die erste Synagoge Sulzbachs untergebracht war. Nachdem es den Ansprüchen nicht mehr genügte, wurde es im Jahr 1737 abgerissen und ein Synagogenneubau aufgeführt. Die archäologischen Untersuchungen erbrachten zahlreiche Baureste dieser 1741 geweihten Synagoge, die beim großen Stadtbrand des Jahres 1822 zerstört wurde. Interessant ist, dass bei der Errichtung der barocken Synagoge die mittelalterlichen Parzellengrenzen strikt eingehalten wurden. Die Nordwand des Gebäudes lag exakt dort, wo bereits im 13. Jahrhundert das Holzhaus seine Nordwand hatte. Dies spricht dafür, dass die Parzellierung im ältesten Stadtkern von Sulzbach mindestens bis in das frühe 13. Jahrhundert zurückgehen kann. Auch im nördlichen Parzellenbereich wurden Mauerreste eines ebenfalls im 13./14. Jahrhundert qualitätvoll erbauten Hauses freigelegt, das im Osten an die älteste Befestigungsmauer anschloss. Beim Stadtbrand von 1822 wurde es ein Raub der Flammen. Dieses Haus gehörte zum Nachbargrundstück Synagogenstraße 7 und war sehr aufwändig vollständig in Stein erbaut. Bei den Ausgrabungen wurden sehr viele Kleinfunde aus dem 8./9. bis zum 19. Jahrhundert gemacht. Hierzu zählen vor allem Keramikfunde, aber auch Gegenstände aus Glas und Metall, wie Messer, Hufnägel, der Nabenring eines mittelalterlichen Wagenrades sowie Tierknochen. Besonders hervorzuheben ist ein kleiner Glasflakon des 13. Jahrhunderts, der zur Aufbewahrung von Parfüm gedient haben könnte. Dieser Fund spricht durchaus für wohlhabendere Anwohner während des ausgehenden Hochmittelalters. Zahlreiche Funde bezeugen außerdem das Brandereignis von 1822 und belegen eine vornehme sakrale Innenausstattung der berocken Synagoge. Zum Fundmaterial im jüdisch-sakralen Kontext gehören vergoldeter Stuck und farbig gefasste Putze sowie Reste einer Kalksteintafel mit hebräischer Inschrift und ein silberner Zieraufsatz, ebenfalls mit hebräischer Inschrift.  Die Grabungen in der ehemaligen Synagoge belegen auf eindrucksvolle Weise, was für ein reiches historisches Quellenmaterial im Boden der Sulzbacher Altstadt schlummert. Diese einzigartigen Zeugnisse der Vergangenheit müssen in Zukunft unbedingt vor der Zerstörung bewahrt werden und dürfen bei anstehenden Tiefbaumaßnahmen nicht undokumentiert dem Bagger zum Opfer fallen werden. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Die im Frühsommer und Herbst 2009 durchgeführten Ausgrabungen im Vorfeld der Sanierung der ehemaligen Synagoge von Sulzbach haben zahlreiche interessante Ergebnisse zur Baugeschichte der seit 1689 an dieser Stelle befindlichen jüdischen Gotteshäuser sowie zur mittelalterlichen Nutzungs- und Baugeschichte der Parzelle Synagogenstraße 9 erbracht. Die ehemalige Synagoge befindet sich im südöstlichen Randbereich der seit dem 8. Jahrhundert besiedelten und befestigten Burgsiedlung von Sulzbach. Die Parzelle liegt an der äußersten Peripherie des Siedlungskerns und gerade noch innerhalb des ältesten Befestigungsrings von Sulzbach. Das Grundstück grenzt nach Osten an die wahrscheinlich vor dem 13. Jahrhundert angelegte Befestigungsmauer, deren Verlauf in etwa mit der westlichen Häuserzeile des Hafnersgraben identisch ist und die am Kugelplatz und Auf der Rahm ihre südliche Begrenzung hatte.  Den ältesten untersuchten Baurest stellt die im nördlichen Hofbereich angeschnittene Befestigung der Burgsiedlung dar. Sie wurde an dieser Stelle aus großen, unbearbeiteten Dolomitbrocken in Mörteltechnik erbaut, die ohne Fundamentzone direkt auf die ehemaligen Oberfläche gesetzt wurden. Die Mauer hat sich im nördlichen Teil der Parzelle noch heute obertägig erhalten. Bislang ist ihr genaues Alter noch unbekannt. Es spricht einiges dafür, dass die festgestellte Befestigungsmauer mindestens in das 12. Jahrhundert gehört, möglicherweise sogar ein noch höheres Alter hat. Holzkohlestückchen, die im Setzmörtel dieser frühen Befestigung eingeschlossen sind, werden derzeit an der Universität Erlangen-Nürnberg mittels 14C-Untersuchung datiert. Obwohl in den sehr kleinen Untersuchungsflächen keine Bebauungsspuren des 8. bis 11. Jahrhunderts zutage traten, belegen einige frühmittelalterliche Keramikscherben Siedlungsaktivitäten in unmittelbarer Nähe bereits für die Zeit vor der ersten Jahrtausendwende. Ab dem späten 12./frühen 13. Jahrhundert setzte auf der Parzelle dann ein rege Siedlungstätigkeit ein, die mit einer umfangreichen Nutzung und Bebauung in Zusammenhang stand. Das nach Süden und Osten abfallende Gelände wurde durch Aufschüttungen für eine Bebauung hergerichtet. Im mittleren Grundstücksbereich entstand im frühen 13. Jahrhundert ein größeres, aufwändig errichtetes Holzhaus. Die Reste dieses Holzgebäudes lassen erstmals für die Oberpfalz außerhalb Regensburgs Erkenntnisse zur Bauweise frühstädtischer hochmittelalterlicher Häuser zu. Das Haus war wahrscheinlich mit seiner Traufseite zur Straße, rechtwinklig zur Befestigungsmauer orientiert. Es hatte eine Breite von etwa 6 m. Die Länge bleibt unbekannt. Es handelte sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen sog. Ständer-Bohlen-Bau. Bei diesem lag die untere, horizontale Holzschwelle, die Grundschwelle, auf einem vermörtelten Steinsockel. In die hölzerne Grundschwelle waren die tragenden, senkrechten Ständer einzapft. Zwischen die Ständer waren liegende oder stehende Holzbohlen in Nute eingeschoben, die so die Wandfläche bildeten. Die Bohlen und der Steinsockel waren zumindest im Innenraum mit Lehm verputzt, der durch kleine, in die Bohlen der Wandfläche eingeschlagene Keile gehalten wurde. Wie Funde von charakteristischen Schindelnägel zeigen, könnten die Dächer zunächst mit Holzschindeln gedeckt gewesen sein. Bereits im 12./13. Jahrhundert war jedoch auch die Hohlziegeldeckung, mit sog. Mönch- und Nonneziegeln in Sulzbach bekannt. So lässt sich anhand der Funde belegen, dass auch das in der Synagogenstraße ausgegrabene Haus im Laufe der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts mit Hohlziegeln gedeckt wurde. Zahlreiche Scherben von Kachelöfen des 13. Jahrhunderts zeigen, dass das Haus einen Kachelofen besaß, ein deutlicher Hinweis auf hoch stehende Wohnkultur. Solche Ständer-Bohlen-Bauten waren keine einfachen „Holzhütten“, sondern anspruchsvoll ausgeführte Wohnhäuser, die  heute noch stehenden Fachwerkbauten in der Bauqualität in nichts nachstanden. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts brannte das Haus nieder, wurde wahrscheinlich wiederaufgebaut und bis in das späte 14. Jahrhundert genutzt. Im ausgehenden 14. Jahrhundert wurde das Holzhaus abgebrochen und an seiner Stelle ein aus Stein errichtetes Haus erbaut. Dieses hatte die gleiche Breite wie sein Vorgänger, war jedoch etwas weiter nach Süden verschoben. Dieses Haus, dessen Grundriss sich unter der ehemaligen Synagoge erhalten hat, ist mit großer Wahrscheinlichkeit das Gebäude, dass im Jahr 1689 durch die jüdische Gemeinde erworben wurde und in dem die erste Synagoge Sulzbachs untergebracht war. Nachdem es den Ansprüchen nicht mehr genügte, wurde es im Jahr 1737 abgerissen und ein Synagogenneubau aufgeführt. Die archäologischen Untersuchungen erbrachten zahlreiche Baureste dieser 1741 geweihten Synagoge, die beim großen Stadtbrand des Jahres 1822 zerstört wurde. Interessant ist, dass bei der Errichtung der barocken Synagoge die mittelalterlichen Parzellengrenzen strikt eingehalten wurden. Die Nordwand des Gebäudes lag exakt dort, wo bereits im 13. Jahrhundert das Holzhaus seine Nordwand hatte. Dies spricht dafür, dass die Parzellierung im ältesten Stadtkern von Sulzbach mindestens bis in das frühe 13. Jahrhundert zurückgehen kann. Auch im nördlichen Parzellenbereich wurden Mauerreste eines ebenfalls im 13./14. Jahrhundert qualitätvoll erbauten Hauses freigelegt, das im Osten an die älteste Befestigungsmauer anschloss. Beim Stadtbrand von 1822 wurde es ein Raub der Flammen. Dieses Haus gehörte zum Nachbargrundstück Synagogenstraße 7 und war sehr aufwändig vollständig in Stein erbaut. Bei den Ausgrabungen wurden sehr viele Kleinfunde aus dem 8./9. bis zum 19. Jahrhundert gemacht. Hierzu zählen vor allem Keramikfunde, aber auch Gegenstände aus Glas und Metall, wie Messer, Hufnägel, der Nabenring eines mittelalterlichen Wagenrades sowie Tierknochen. Besonders hervorzuheben ist ein kleiner Glasflakon des 13. Jahrhunderts, der zur Aufbewahrung von Parfüm gedient haben könnte. Dieser Fund spricht durchaus für wohlhabendere Anwohner während des ausgehenden Hochmittelalters. Zahlreiche Funde bezeugen außerdem das Brandereignis von 1822 und belegen eine vornehme sakrale Innenausstattung der berocken Synagoge. Zum Fundmaterial im jüdisch-sakralen Kontext gehören vergoldeter Stuck und farbig gefasste Putze sowie Reste einer Kalksteintafel mit hebräischer Inschrift und ein silberner Zieraufsatz, ebenfalls mit hebräischer Inschrift.  Die Grabungen in der ehemaligen Synagoge belegen auf eindrucksvolle Weise, was für ein reiches historisches Quellenmaterial im Boden der Sulzbacher Altstadt schlummert. Diese einzigartigen Zeugnisse der Vergangenheit müssen in Zukunft unbedingt vor der Zerstörung bewahrt werden und dürfen bei anstehenden Tiefbaumaßnahmen nicht undokumentiert dem Bagger zum Opfer fallen werden. [&#8230;]
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>Comment on Sulzbachs älteste Befestigungen - Archäologie unter der Fahrbahn by Schauhuette &#187; Blog Archive &#187; Das Neutor von Sulzbach - Archäologische Beobachtungen im Zuge der Sanierung der &#8220;Neustadt&#8221;</title>
		<link>http://www.schauhuette.de/blog/archives/117#comment-3584</link>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 21:34:51 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schauhuette.de/blog/archives/117#comment-3584</guid>
					<description>[...] Als Abschluss der archäologischen Maßnahmen während der Sanierung der Straße &#8220;Neustadt&#8221; (vgl. Beiträge 2008) stehen in Kürze Baustellenbeobachtungen im Bereich des nordöstlichen Stadttores der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung in der Neutorgasse von Sulzbach an. Wir halten Sie auch hier infomiert&#8230; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Als Abschluss der archäologischen Maßnahmen während der Sanierung der Straße &#8220;Neustadt&#8221; (vgl. Beiträge 2008) stehen in Kürze Baustellenbeobachtungen im Bereich des nordöstlichen Stadttores der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung in der Neutorgasse von Sulzbach an. Wir halten Sie auch hier infomiert&#8230; [&#8230;]
</p>
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				</item>
	<item>
		<title>Comment on Burg Sulzbach in der Oberpfalz. Ein Herrschaftszentrum des 8. bis 14. Jahrhunderts auf dem Nordgau by Schauhuette &#187; Blog Archive &#187; 3D-Film &#8220;Sulzbach - Bayerische Heimat der byzantinsichen Kaiserin Bertha-Eirene&#8221;</title>
		<link>http://www.schauhuette.de/blog/archives/43#comment-3546</link>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 16:38:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schauhuette.de/blog/archives/43#comment-3546</guid>
					<description>[...] Für genauere Informationen zu den Grabungsergebnissen klicken Sie hier und/oder erwerben Sie die umfangreiche Monographie beim Verlag Dr. Faustus, Büchenbach. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Für genauere Informationen zu den Grabungsergebnissen klicken Sie hier und/oder erwerben Sie die umfangreiche Monographie beim Verlag Dr. Faustus, Büchenbach. [&#8230;]
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>Comment on Die Schweppermannsburg bei Pfaffenhofen (Lkr. AS) by Alpenverein kauft die Schweppermannsburg &#171; Burgerbe-Weblog</title>
		<link>http://www.schauhuette.de/blog/archives/75#comment-194</link>
		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 19:26:06 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schauhuette.de/blog/archives/75#comment-194</guid>
					<description>[...] Mehr Infos zur Archäologie der Schweppermannsburg. Hier finden sich ein paar Fotos. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Mehr Infos zur Archäologie der Schweppermannsburg. Hier finden sich ein paar Fotos. [&#8230;]
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>Comment on St. Martin in Ermhof by Holger</title>
		<link>http://www.schauhuette.de/blog/archives/6#comment-4</link>
		<pubDate>Tue, 18 Sep 2007 10:40:46 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schauhuette.de/blog/archives/6#comment-4</guid>
					<description>Danke!

Vor ort erhaltene Informationen hier noch mal zum nachlesen zu finden ist für mich sehr erfreulich. Da es so viele Informationen waren die ich mir nicht merken konnte werde ich allen, die mich wegen der Grabungsstelle gefragt haben auf euren Blogg verweisen.

gruss Holger</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke!</p>
<p>Vor ort erhaltene Informationen hier noch mal zum nachlesen zu finden ist für mich sehr erfreulich. Da es so viele Informationen waren die ich mir nicht merken konnte werde ich allen, die mich wegen der Grabungsstelle gefragt haben auf euren Blogg verweisen.</p>
<p>gruss Holger
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
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