Ein Fernsehbeitrag zur aktuellen Nabburg-Grabung
Saturday, 10. September 2011 7:01
Einen Fernsehbeitrag des Regionalsenders OTV finden Sie, wenn Sie her klicken…
Thema: Grabungsprojekte, Hintergründe, Schauhütte-Videothek | Kommentare (0)
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Friday, 9. September 2011 23:01
Im Rahmen des bundesweiten Tag des offenen Denkmals bieten wir am Sonnatg den 11. September 2011 Führungen zu unseren derzeit laufenden archäologischen Grabungen in der Nabburger Altstadt an.
Archäologe und Grabungsleiter Dr. Mathias Hensch wird in Zusammenarbeit mit Stadtheimatpfleger Raphael Haubelt und dem Museumsverein des Stadtmuseums Zehentstadel um 14 Uhr und um 15.30 zwei Führungen vor Ort geben. Treffpunkt ist die Baustelle des Kindergartens St. Marien in der Sackwebergasse 24.
Das Betreten der Baustelle erfolgt auf eigene Gefahr. Bitte bringen Sie festes Schuhwerk mit.

Wir feuen uns auf Ihren Besuch.
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Wednesday, 7. September 2011 21:12
Nabburg galt schon aufgrund ihrer Erstnennung im Jahre 929 als Aufenthaltsort des Königs Heinrich I. auf seinem Kriegszug gegen Böhmen, als einer der ältesten Orte in der Oberpfalz. Der Zentralort hoch auf dem Bergrücken oberhalb der Naab gelegen, war eine wichtige Drehscheibe des Fernverkehrs von West nach Ost und Nord nach Süd.

In Nabburg konnten wir in den letzten Jahren durch mehrere Grabungen wichtige neue Erkenntnisse zur Siedlungsgeschichte erzielen. Hierzu gehören u.a. dei Entdeckung von Siedlungsspuren und Friedhöfen, die bis ins 8. Jahrhundert zurückgehen. Als „Gradmesser“ für die Bedeutung dieses Ortes ist jedoch die frühe Befestigung zu sehen.
Beim Neubau des Kindergartens stießen wir auf einer verhältnismäßig kleinen Fläche gleich auf mehrere Befestigungsreste, deren älteste Phasen möglicherweise bis ins 8./frühe 9. Jahrhundert zurückgehen. Zunächst wurde die Siedlung wahrscheinlich mit einer Holzpalisade umwehrt, die dann an gleicher Stelle durch eine massive Trockenmauer mit Hinterschüttung ersetzt wurde.

Schließlich errichtete man später eine gemörtelte Steinmauer, die an dieser Stelle in ihrer ältesten Bauphase wohl ins 10. Jahrhundert zu datieren ist und im 14. Jahrhundert einmal grundlegend repariert wurde.
Im Zusammenhang mit den bislang archäologischen untersuchten Mauerabschnitten deutet sich an, dass fast das gesamte heutige Altstadtareal schon vor 1000 Jahren mit einer gemörtelten bis 2 m starken Steinmauer umgeben war. Damit gehörte Nabburg damals neben Regensburg zu den größten befestigten Plätzen der Oberpfalz. Da die Befestigung bis in die frühe Karolingerzeit zurückgeht, dürfte Nabburg neben Sulzbach das älteste Herrschaftszentrum nördlich der Donau gewesen sein, ein Ort von zentraler Bedeutung für die administrative Organisation des östlichen Nordgaus.
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Monday, 5. September 2011 19:17
Ein Artikel aus dem Neuen Tag, Weiden:
Pfreimd. (cv) Dr. Mathias Hensch ist nicht nur Archäologe, er ist auch Botschafter mit einem großen Anliegen: Mit dem Boden, “dem Gedächtnis der Gesellschaft”, muss sorgsam umgegangen werden. Die Botschaft kam bei den über 50 Zuhörern an. Sie waren gerne der Einladung des Lions-Clubs Oberpfälzer Wald und des heimatkundlichen und historischen Arbeitskreises “Der Stadtturm” in den neuen Bürgersaal gefolgt.
Der Club hatte die Ausgrabungsarbeiten in der Stadt Nabburg mit einer Spende finanziell unterstützt. Spontan sagte Dr. Hensch zu, die Ergebnisse der Grabungen zu präsentieren… Lesen Sie weiter, indem Sie diesem Link folgen.
Über Öffentlichkeitsarbeit auf der Frankenalb informiert die Webseite des Pfarrverbands Lauterhofen - klicken Sie bitte hier.

Foto:Rudi Bayerl, Neumarkt .d. Opf.
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Friday, 2. September 2011 20:40

Lesen Sie einen Kommentar des ehemaligen Chefredakteurs der Sulzbach-Rosenberger Zeit, Sepp Lösch, den er zu den umfangreichen archäologischen Begleituntersuchungen während der Sanierung der “Neustadt” in Sulzbach-Rosenberg 2008 verfasst hat. Ein Plädoyer für die kommunale Archäologie.

Zu Sepp Löschs Kommentar gelangen Sie, wenn Sie hier klicken.
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Thursday, 4. August 2011 20:27

Seit vergangenen Montag graben wir wieder in der Altstadt von Nabburg. Wie bei allen bisherigen archäologischen Untersuchungen gibt der Atstadtbereich von Nabburg auch diesmal sein faszinierendes und beeindruckendes historisches Potenzial zu erkennen.

Wir arbeiten im nordöstlichen Altstadtareal im Bereich der nördlichen Sackwebergasse, wo zur Zeit ein großflächiger Kindergartenneubau entsteht.
Zwar läuft die derzeitige Untersuchung erst wenige Tage, doch lässt sich schon jetzt wahrscheinlich machen, dass sich in den Untersuchungsflächen sowohl zahlreiche Befunde des frühen und hohen Mittelalters, als auch ein gut erhaltener Teilabschnitt der karolingisch-ottonischen Befestigung der Nabepurc erhalten haben. Über die genauen Resultate der Grabung werden wir Sie in der nächsten Zeit hier auf www.schauhütte.de informieren. Wir werden außerdem versuchen, Ihnen nach längerer Video-Pause einen neuen Beitrag auf den youtube-Kanal von Schauhütte-Archäologie zu stellen, in dem wir über die laufende Grabung in bewegten Bildern berichten.
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Wednesday, 20. July 2011 21:24
Ein interessantes und gut recherchiertes Feature von Lorenz Storch auf Bayern 2 zur Problematik der illegalen Raubgräberei in Bayern:
“Das archäologische Erbe Bayerns ist bedroht durch Raubgräber. Sie sind mit Metalldetektoren auf Bodendenkmälern unterwegs, oft bei Nacht - mit dramatischen Folgen.”
Zum Anhören bitte hier klicken.
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Monday, 11. July 2011 15:52
Die drei Bauzustände der Zeit “um 1195″, “1230″ und “1400″ der Hofstelle Steinhof in Duisburg-Huckingen, die in gewohnter kreativer Zusammenarbeit durch Schauhütte-3D (Mathias Hensch, Eschenfelden) und framefusion (Szabolcs Domonkos und Peter Molnar, Regensburg) im Auftrag der Stadtarchäologie Duisburg konzipiert und umgestzt wurden, sind fertig und ausgeliefert.
Auch bei dieser Rekonstruktion war es in Absprache mit dem Auftraggeber, dem Duisburger Stadtarchäologen Volker Herrmann, unser Ziel, ein “Lebensbild” der mittelalterlichen Hofstelle umzusetzen, das sich sowohl an wissenschaftlich erfassten “harten” Daten und Befunden, als auch an einem gewissen “künstlerischen” Maßstab messen lassen sollte. Wir zeigen Ihnen hier die Bilder, damit Sie sich selbst einen Eindruck verschaffen können.
Bitte beachten Sie die Bildrechte, die bei der Stadt Duisburg als Auftraggeber und Schauhütte/Framefusion als Urheber liegen.


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Saturday, 9. July 2011 9:48

Bei unseren derzeitigen archäologischen Grabungen im Erdgeschoss des Hauses Am Turm 6 in Laaber (Lkr. Regensburg) kommen interessante Befunde zutage. Das Haus aus dem Jahr 1760 liegt außerhalb der spätmittelalterlichen Marktsiedlung östlich des erhaltenen Markttores. Neben Spuren mittelalterlicher Handwerksabläufe, so zwei Ofenanlagen des 14. Jahrhunderts, trafen wir im südlichen Wohnraum des Erdgeschosses auch auf Pfostengruben und Siedlungsschichten aus vorgeschichtlicher Zeit. Das bislang geborgene Fundmaterial reicht vom 8./9. Jahrhundert n. Chr., über die Späthallstatt-/Frühlatènezeit bis in bronzezeitliche Zusammenhänge zurück.

Die Funde und Befunde belegen eine lange Siedlungstradition des Platzes, der siedlungsgünstig in Südhanglage nördlich der Schwarzen Laber unterhalb der mittelalterichen Burganlage liegt.
Der private Bauherr, der das denkmalgeschützte Haus zu Wohnzwecken saniert und die betreuende Architektin sind gegenüber der Archäologie äußerst positiv eingestellt und untersützen uns nach Kräften. Bei der finanziellen Belastung, die eine solche Sanierung mit sich bringt, ist dies besonders positiv herauszustellen.
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Friday, 1. July 2011 21:24
Nach längerer Zeit sind sie nun fertig - die Rekonstruktionen, die Schauhütte-Archäologie und Framefusion im Auftrag der Stadtarchäologie Duisburg vom Huckinger Steinturm - dem ältesten profanen Gebäude Duisburgs - angefertigt haben.
Insgesamt wurden von uns drei Außenansichten der Hofstelle während des 12., 13. und frühen 15. Jahrhunderts, sowie zwei Innenraumansichten erstellt.
Wir zeigen Ihnen an dieser Stelle die Innenraum-Rekonstruktion des 2. Obergeschosses in der Zeit um 1400. Ziel war es hier, dem Betrachter eine möglichst “historisch-authentische” Vorstellung von der Innenwirkung eines spätmittelalterlichen, gehobenen Wohnraums zu vermitteln, ohne allzu großen Wert auf verspielte Details zur Raumausstattung zu legen.
(c) Schauhütte-Archäologie, Eschenfelden und Framefusion, Regensburg

Die übrigen Bilder werden wir Ihnen mit detaillierten Erläuterungen auf www.schauhuette.de zu Gesicht bringen, sobald dies mit dem Auftraggeber abgesprochen ist.
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